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Die Vermehrungsfläche für Winterweizen wurde deutlich zurückgenommen. Foto: Henning Brogmus

Mit der auf den landwirtschaftlichen Betrieben anstehenden Ernte der angebauten Kulturen, rückt auch die Sortenleistung wieder in den Fokus der Landwirte und der Handelshäuser. Wurde regions- und sortenspezifisch die optimale Intensität gefahren, und war die Wasserversorgung für einen guten Ertrag ausreichend? Die Druschergebnisse in der Praxis und in den Landessortenversuchen werden zeigen, wer die Gewinner und Verlierer unter den diesjährigen Bedingungen sind. Zusammen mit den mehrjährigen Ergebnissen und individuellen Ansprüchen der Praktiker ergeben sich die Sorten, die auch im kommenden Jahr weiter oder neu im Anbau sind, denn die nächste Aussaat steht bevor. Bereits im vergangenen Jahr mussten die Landhandelsfirmen und Vermehrer diesbezüglich Entscheidungen treffen.

Bundesweit ist die Vermehrungsfläche von Wintergetreide nach den vorläufigen Erhebungen der Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen um etwa 10 % reduziert worden und liegt damit in etwa wieder auf dem Niveau des Erntejahres 2018. Insbesondere die Vermehrungsfläche des Winterweizens wurde erheblich, von etwa 57.000 ha zur Ernte 2019 auf nunmehr 47.000 ha eingeschränkt, die Vermehrungsfläche der Wintergerste ist dagegen mit etwa 27.000 ha nahezu konstant geblieben.

Bleibt die schleswig-holsteinische Vermehrungsfläche in der Summe über alle Kulturen gesehen in den vergangenen Jahren zum Teil konstant, so schwanken die Anteile der unterschiedlichen Fruchtarten von Jahr zu Jahr dabei erheblich. Als Gründe sind an erster Stelle, die zum Teil katastrophalen Aussaatbedingungen für Wintergetreide im Herbst 2017 und – regional etwas begrenzter – im Herbst 2019 zu nennen. Darüber hinaus findet vielfach auch eine Anpassung des Vermehrungsumfangs an die zu erwartenden Absatzmengen des Saatguts statt. Nicht zuletzt sind mit den auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben erweiterten Fruchtfolgen auch ehemalige 'Lückenbüßer', wie zum Beispiel Sommergetreide und Leguminosen, mittlerweile in der Anbaufläche und damit auch der Vermehrungsfläche zu Lasten der früher bestimmenden Fruchtarten angestiegen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 28/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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