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Mitte Juni präsentierte sich der Landessortenversuch Winterweizen am Standort Loit mit sehr gut entwickelten und dichten Prüfparzellen. Foto: Achim Seidel

Winterweizen als die mit Abstand wichtigste Druschfrucht im Land wurde in diesem Jahr auf einer Fläche von 137.200 ha angebaut, was einem Rückgang von knapp 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Grund ist vor allem, dass unter den nassen Witterungsbedingungen im Herbst, ähnlich wie im Herbst 2017, eine Aussaat oftmals nicht erfolgen konnte. Das Ertragsniveau der Winterweizenernte ist in den Landessortenversuchen der Landwirtschaftskammer insgesamt erfreulich gut und auch die Qualitäten sind zufriedenstellend. Im Folgenden wird auf die Ergebnisse der Landessortenversuche Winterweizen (LSV) und die Sortenempfehlung der Landwirtschaftskammer eingegangen.

Nachdem die Aussaat des Winterweizens im Vorjahr unter guten, trockenen Bedingungen erfolgte, zeigte sich im vergangenen Herbst ein anderes Bild. Ab September haben häufige und ausgiebige Niederschlagsereignisse zu Verzögerungen, grenzwertigen Bedingungen und Abbruch der Aussaat geführt. Häufig mussten sehr späte Saattermine realisiert werden. Insgesamt konnten sich aber durch den milden Winter alle Saaten noch relativ gut entwickeln, vorausgesetzt, die Bodenbedingungen ließen dies zu und Staunässe wurde nicht zum Problem. Auch Auswinterung war im zurückliegenden Anbaujahr kein Problem.

Nach den nassen Bedingungen im Spätwinter und teils später erster Stickstoffgabe trat ein Wechsel zur trockenen Phase Ende März und im April ein. Ende April kam es trotz günstiger Bedingungen für Bestockung im Frühjahr zu einer Triebreduktion, die zu teilweise geringen Bestandesdichten geführt hat. Zum Zeitpunkt des Ährenschiebens gab es eine kurze Phase von Stress durch sehr hohe Temperaturen mit zugleich lokal begrenzter Wasserversorgung.

Die Abkühlung und Niederschläge der folgenden Wochen nach der Blüte sorgten dann für eine relativ stressfreie Kornfüllungsphase. Insgesamt gesehen konnte dadurch der Winterweizen das Ertragspotenzial weiter ausschöpfen als im Vorjahr. Für die Ernte des Winterweizens herrschten ab Anfang August perfekte Bedingungen durch die stabile, hochsommerliche Wetterlage.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 35/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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