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Damit Wintergerste und Winterraps auf Flächen innerhalb der N-Kulisse auch ohne Herbstdüngung sicher etabliert werden können, ist es ratsam, nach Möglichkeit auf den betroffenen Flächen das Stroh abzufahren. Foto: Henning Schuch

Nach der Ernte steht die neue Aussaat und damit auch die Herbstdüngung auf der Agenda. Dabei unterscheidet sich das Regelwerk für Flächen innerhalb der N-Kulisse deutlich gegenüber Flächen, die außerhalb der N-Kulisse liegen. In einem vorherigen Artikel wurde bereits auf die Düngeregeln für Flächen außerhalb der N-Kulisse eingegangen. Im folgenden Artikel nun die Hinweise für die N-Kulisse.

Innerhalb der N-Kulisse sind sieben bundeseinheitliche zusätzliche Maßnahmen gemäß Düngeverordnung (DÜV) sowie drei spezifische Maßnahmen nach Landesdüngeverordnung (LDÜV) Schleswig-Holstein umzusetzen. Einige Maßnahmen betreffen auch die Herbstdüngung.

Die Landesdüngeverordnung

Bei der Düngung von rein organischen oder organisch-mineralischen Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem N (mehr als 1,5 % Gesamt-N, davon mehr als 10 % löslich) sind diese (zum Beispiel Gülle) auf unbestelltem Ackerland laut LDÜV unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb von einer Stunde nach Beginn des Aufbringens einzuarbeiten. Die Einarbeitungspflicht gilt nicht für Kompost sowie für Festmist von Huf- oder Klauentieren, sollte hinsichtlich der N-Ausnutzung und der öffentlichen Wahrnehmung aber auch bei diesen zeitnah erfolgen. Zusätzlich besteht innerhalb der N-Kulisse eine jährliche Untersuchungspflicht der Wirtschaftsdünger (außer Festmist von Huf- oder Klauentieren) auf Stickstoff und Phosphat. Betriebsleiter, die Flächen innerhalb der N-Kulisse bewirtschaften, sind verpflichtet, an einer Schulung bei der Landwirtschaftskammer zur effizienten Düngung innerhalb eines Dreijahreszeitraumes teilzunehmen. Erste Schulungen wurden bereits erfolgreich durchgeführt, wobei weitere Termine zeitnah von der Landwirtschaftskammer (LKSH) bekannt gegeben werden.

Herbstdüngung neu geregelt

Auf Flächen innerhalb der N-Kulisse darf keine N-Düngung über Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an N (mehr als 1,5 % N in der TS), wie zum Beispiel Gülle oder mineralische N-Dünger, nach der Ernte der letzten Hauptfrucht zu Wintergerste oder Zwischenfrüchten ohne Nutzung erfolgen (Ausnahme Kompost und Festmist von Huf- oder Klauentieren – siehe weiter unten). Eine N-Düngung zu Winterraps ist auf Flächen innerhalb der N-Kulisse nur zulässig, wenn je Schlag- oder Bewirtschaftungseinheit ein Nmin-Wert (0-60 cm) von weniger als 45 kg/ha über ein Analyseergebnis nachgewiesen werden kann.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 30/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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