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In maissilagereichen Rationen entscheidet der Stärkegehalt der Maissilage über die Wahl der weiteren energiereichen Kraftfuttermittel. Foto: Prof. Katrin Mahlkow-Nerge

Milchkuhhalter stellen große Erwartungen an Maissorten: Von einer schnellen, sicheren und gesunden Abreife über eine gute Standfestigkeit, eine hohe Energiedichte und einen hohen Anteil weitgehend ausgereifter Stärke bis hin zu ertragreichen Sorten. Zukünftig wird dabei auch noch eine gewisse Trockenheitstoleranz gefordert.

Trotz der in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands im Durchschnitt sehr ähnlichen Qualitäten lassen sich die regional offenkundig sehr verschiedenen Wachstums- und Erntebedingungen besonders an der hohen Standardabweichung im Stärkegehalt (48 bis 58 g Stärke/kg TM) erkennen. 95% aller Proben weisen einen Stärkegehalt zwischen etwa 200 und 400g/kg TM auf. Eine derartige Variation des Stärkegehaltes hat einen deutlichen Einfluss auf die Rationsgestaltung.

Der Futterwert von Maissilagen wird von mehreren pflanzenbaulichen und Managementfaktoren beeinflusst. So zeigte zum Beispiel eine Untersuchung von Terler (2019) mit neun verschiedenen Silomaissorten und drei unterschiedlichen Reifestadien (50, 55 und 60 % Trockenmassegehalt des Kolbens) zwar kaum große Unterschiede in der Nährstoffzusammensetzung des Erntegutes, wohl aber deutliche Differenzen besonders bei der Verdaulichkeit der Gerüstsubstanzen (NDF). Es bestand eine relativ enge Beziehung zwischen der Verdaulichkeit der NDF-Fraktion und der Verdaulichkeit der gesamten organischen Masse (R2 = 0,58).

Die von Terler (2019) festgestellten Unterschiede in der Zellwandverdaulichkeit spiegeln sich auch in der Auswertung der Maissilagen der Ernte 2020 wider. Die potenzielle Verdaulichkeit der aNDFom (NDFD240) beträgt im Mittel 73 bis 75 %. 95 % aller Proben liegen hier in einem Bereich zwischen 65 und 85 % Verdaulichkeit.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 32/2021 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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