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Grasuntersaat nach der Maisernte Foto: Iglu

In den Futterbauregionen auf der nördlichen Geest dominiert auf den Ackerflächen vorwiegend der Maisanbau, welcher jedoch aufgrund der geringen Zeit der Bodenbedeckung diverse Probleme mit sich bringt. Kritikpunkte des Maisanbaus in Selbstfolge sind unter anderem eine erhöhte Erosionsgefahr, Verlust von Bodenhumus, Stickstoffausträge und Bodenschadverdichtungen vor allem nach der Ernte.

Trotz sachkundiger Produktionstechnik kann es auf den leichten Standorten der Geest besonders in engen Maisfruchtfolgen mit regelmäßiger organischer Düngung zu Problemen kommen. Hier bedeckt die Hauptkultur nur die Hälfte des Jahres den Boden. Besonders mit Blick auf den Grundwasserschutz ist die lange Zeit brachliegenden Ackers über Winter ein großes Problem. Während der Wintermonate fällt in den humiden Gebieten viel Niederschlag, welcher sich den Klimaprognosen zufolge in Zukunft noch verstärken wird. Die Auswaschung von Restmengen an Nitrat über Winter, vor allem auf den sandigen Böden der Geest, gefährdet das Grundwasser.

Neben der Nitratauswaschung sind auch Bodenschadverdichtungen durch die Ernte ein häufiges Problem. Die Böden können aufgrund von geringen Gefügestabilitäten in Kombination mit ungünstigen Witterungsbedingungen den schweren Auflasten der Erntemaschinen nicht standhalten. Der Anbau von Untersaaten bringt mit Bezug auf die genannten Probleme einige Vorteile mit sich, die im Folgenden näher erläutert werden sollen.

Humus vermehren durch Untersaat

Ein großer Vorteil von Grasuntersaaten liegt darin, dass sie bereits etabliert sind, wenn der Mais im Herbst die Flächen räumt. Durch den unmittelbaren Lichteinfall und eine eventuelle Stoppelbearbeitung kann die Untersaat zum verstärkten Wachstum angeregt werden. Eine Stoppelbearbeitung zum Beispiel mittels Mulcher oder Messerwalze ist vor allem aus phytosanitärer Sicht zu empfehlen, um die Verbreitung von Fusarien oder des Maiszünslers über die Stoppeln zu verhindern. Die von der Untersaat durch das Wachstum aufgenommenen Nährstoffe, vor allem Stickstoff (zirka 40 kg) und Kalium, werden in der gebildeten Biomasse gespeichert und somit der Auswaschung entzogen. Zusätzlich stehen sie im darauffolgenden Frühjahr der Folgekultur durch die Mineralisierung wieder zur Verfügung.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 36/2021 unter der Rubrik "Umwelt" und im digitalen Bauernblatt.

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