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Die Silomaisernte begann in der letzten Septemberwoche und war bis Mitte Oktober relativ entspannt, die Befahrbarkeit der Böden war bis dahin fast überall gegeben. Foto: Dr. Elke Grimme

Die neue Sortenempfehlung Silomais für 2022 setzt sich aus den Versuchsergebnissen der Jahre 2019, 2020 und 2021 zusammen. Die Witterungsverläufe dieser Versuchsjahre waren unterschiedlich, gerade die Vegetationsbedingungen in den zurückliegenden beiden Jahren zeigen, wie sehr das Wachstum der Maispflanzen von der Wärme abhängt und wie stark der Mais sich in kurzer Zeit entwickeln kann.

Die Aussaat 2021 lief vielerorts mit Verzögerungen an. Die Nächte waren erst ab Ende April frostfrei, die Tage bei eisigem Wind trotz Sonnenschein sehr kühl. Im April gedrillter Mais war nach dem Auflaufen erhöhten Risiken durch Vogelfraß und mancherorts auch Fritfliegenbefall ausgesetzt. Lückige Bestände waren sehr häufig zu sehen. Niederschläge ab Anfang Mai bremsten weiterhin die Maisaussaat. Erst Ende Mai zog der Regen aus dem Land bei bis dahin deutlich zu kühlen Temperaturen. Ab Anfang Juni erreichten die maximalen Tagestemperaturen überwiegend die 20-°C-Marke. Im Mai zwischen den Regenphasen gedrillter Mais lief zunächst nicht zwingend schneller auf, wuchs im Anschluss aber schneller den aufgeführten Risiken davon. Mitte Juni erreichten die Temperaturen erstmalig die 30 °C, Niederschlagsereignisse nahmen ab diesem Zeitpunkt wieder zu.

Die Kombination aus Wärme und Wasser nutzte der Mais vielerorts oft erst ab der zweiten Junihälfte zusehends für sich zum Wachsen. Mitte Juli zeigten viele Maisbestände sehr zügiges Längenwachstum im satten Grün, aber auch Bestände mit sehr verhaltenem und verzetteltem Wuchs und auch deutlichen Blattaufhellungen waren zu sehen. Zur Blüte des Maises Ende Juli kam der notwendige und ersehnte Regen. In der letzten Juliwoche fiel sehr viel Niederschlag, kombiniert mit starken Winden und Hagel, Maispflanzen wurden teilweise beschädigt, Lager trat mancherorts auf. Oft stand zur Blüte sehr hoch gewachsener Mais. Weitere Stürme im September führten vereinzelt zu Lager. Zur Ernte gab es überwiegend gut ausgebildete und weit entwickelte Kolben und Körner, die Restpflanzen waren sehr häufig noch sehr grün. Die Erntebedingungen Ende September bis Mitte Oktober waren überwiegend gut, die Befahrbarkeit der Böden war gegeben.

Die vorherigen Jahre im Überblick

2020 war das Frühjahr kühl, Frost zu den Eisheiligen im Mai, im Juni setzte sich die Schafskälte durch, erst Ende Juni wurde es wärmer. Die Blüte war Anfang August beendet, es folgte Sommerhitze. Ende September gab es die ersten Frostnächte, mancherorts verbräunten einige Maisbestände vorzeitig. Zur Silomaisernte hin traten in der ersten Oktoberhälfte hohe Mengen an Niederschlägen auf.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 50/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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