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Der Bestand schließt sich über die Seitentriebe. Starke Entwicklung der Seitentriebe sorgte für lange Blüte. Foto: Dr. Christian Kleimeier

Nach trockenem Frühjahr gute Bedingungen zur Abreife: Raps konnte sein Kompensationsvermögen in diesem Jahr voll ausspielen und überzeugte trotz eingeschränkter Nährstoffversorgung im Frühjahr und Blütenfrost durch üppigen Ertrag und hohe Ölgehalte.

In der Biomasse des gesamten gut entwickelten Rapsbestandes sind mit der Hauptblüte zirka 300 kg Stickstoff gebunden, von dem im Frühjahr und im Frühsommer, in den 60 Tagen zwischen Mitte März und Mitte Mai, rund 200 kg aufgenommen werden müssen. Das sind rund 3,5 kg N/ha am Tag. Dafür braucht der Raps in dieser Phase viel Wasser. Das Früh­jahr wird jedoch immer trockener. Was der Raps in diesem Jahr gezeigt hat, ist sein Kompensationsvermögen. Bricht eine Ertragskomponente weg, übernimmt eine andere die Leistungsreserve, um das Ertragspotenzial am Standort auszuschöpfen.

Wird der Haupttrieb geschädigt, werden Nebentriebe ausgebildet. Fehlen Schoten, steigt die Tausendkornmasse. In diesem Jahr war es zur Abreifephase eher kühl und nass. Damit zog sich die Reifephase in die Länge und der Raps konnte lange genug Assimilate bilden, so sehen wir nicht nur gute Kornerträge sondern auch enorme Ölgehalte, die auf den Gunststandorten in einigen Sorten an die 50 % heranreichten.

Die Aussaat 2019 wurde noch un­ter recht trockenen Bedingungen durchgeführt, es begann jedoch kurz danach ergiebig zu regnen. Damit gehörte der hohe Norden im bundesweiten Vergleich zu den Glücklichen und der Raps konnte sich gut entwickeln. Zum Vernali­sieren reichen dem Raps einige kal­te Tage im Oktober oder Novem­ber aus, sodass er bereits durch die ersten folgenden Wärmereize zu wachsen beginnt. Das konnte 2019 schon im Dezember beobach­tet werden.

Danach ist die Entwick­lung des Rapses an die Wärmesum­me gekoppelt. Da der Winter sehr mild war, konnte ein Streckungs­wachstum des Rapses bereits im Januar beobachtet werden. Glück­licherweise blieb der Winter mild, sodass es nicht zu Auswinterungs­schäden kam.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 34/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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