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Der Ökowinterweizenversuch in Futterkamp im Juni/Juli 2021 Foto: Gerd-Ullrich Krug

Winterweizen ist die wichtigste Getreideart im ökologischen Landbau überhaupt. Da der Winterweizen recht hohe Ansprüche an den Boden stellt, erfolgt sein Anbau größtenteils auf besseren Standorten. Schwerpunktmäßig wird Ökowinterweizen als Backgetreide vermarktet. Daneben spielt die Verwendung als Futtergetreide eine Rolle. Von großer Bedeutung ist also nicht nur der Ertrag, sondern auch die Qualitätsparameter wie der Protein- und Feuchtklebergehalt sowie der Sedimentationswert und die Fallzahl. Der Artikel beschreibt, wie die einzelnen Sorten abgeschnitten haben.

Um die unterschiedlichen Vermarktungsbereiche bedienen zu können, bietet das Sortenspektrum ein umfangreiches Angebot. Weizensorten der Qualitätsgruppe E und A werden hauptsächlich, sofern die Qualitätsparameter erreicht werden, zur Produktion von Mehl verwendet. In den vergangenen Jahren zeichnete sich aber auch ein höherer Bedarf an Sorten der Qualitätsgruppe B und C ab. Die Verwendung von B-Weizen kann als Backweizen oder als Futterweizen erfolgen. Die Verwendung ist abhängig von den analysierten Qualitäten der jeweiligen Partie. C-Weizen wird auch als Futter- oder Massenweizen bezeichnet. Diese Qualitätsgruppe wird daher zum überwiegenden Teil als Futterweizen zur Herstellung von Futtermitteln genutzt.

Ergebnisse übertreffen Erwartungen

Der Witterungsverlauf war in der abgelaufenen Vegetationsperiode nicht gerade optimal. Das kühle und nasse Wetter ließ vermuten, dass es auch beim Ökowinterweizen zu Ertrags- und vor allem Qualitätseinbußen kommen würde. An den beiden Versuchsstandorten wurden zwar unterschiedliche Erträge erzielt, wobei die Qualitäten allerdings erfreulicherweise an beiden Standorten recht gut ausgefallen sind.

2021 hatte die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zwei Versuche zum Ökowinterweizen angelegt. Die Versuche lagen zum einen auf der Ökofläche der Versuchsstation der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Futterkamp und zum anderen auf der Fläche des Biolandbetriebes Kai Bischoff, Langballig. Der Versuch auf der Praxisfläche wird im Auftrag der Kammer durch die Saatzucht P.H. Petersen, Lundsgaard, angelegt und betreut.

Die Aussaat der Versuche in Futterkamp und Lundsgaard erfolgte im Herbst 2020 unter guten und trockenen Bedingungen. Die Bestände liefen ohne Probleme auf. Die Vorwinterentwicklung verlief bei allen Sorten problemlos. Der Start in die Vegetation im Frühjahr war gekennzeichnet von einer feuchtkühlen Witterung. Die Bestände starteten erst zögernd, entwickelten sich dann doch recht zufriedenstellend, wobei allerdings Sortenunterschiede im Entwicklungsverlauf festzustellen waren. Problematisch war in der abgelaufenen Vegetationsperiode der Einsatz des Striegels. Im Frühjahr 2021 gab es nur wenige Termine, zu denen es trocken war, um ein erfolgreiches Striegeln durchzuführen. Da einsetzender Regen nach dem Striegeln dazu führte, dass die Unkräuter nicht vertrockneten, waren mehrere Striegeldurchgänge erforderlich. Zur Ernte hin nahmen die warmen und trockenen Perioden zu, sodass die Erntebedingungen noch relativ gut waren. Ein Lager in den Beständen zur Ernte hin ist nicht aufgetreten.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 37/2021 unter der Rubrik "Bio" und im digitalen Bauernblatt.

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