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Der Kartoffelversuch in Barlt im Juni. Foto: Gerd-Ullrich Krug

Nach den trockenen Jahren 2018 und 2019 und den ausgebliebenen Winterniederschlägen war der Boden dieses Jahr im Frühjahr sehr trocken. Der folgende Artikel stellt die Versuchsergebnisse der Landessortenversuche Kartoffeln der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein vor. Er beschreibt, wie die Sorten abgeschnitten haben.

Wie war der Witterungsverlauf?

Zur Trockenheit kamen niedrige Temperaturen. Der Boden erwärmte sich nur mäßig, was zu gewissen Startschwierigkeiten der Kartoffeln beim Auflaufen führte. Mäßig war auch die weitere Entwicklung der Bestände im Vegetationsverlauf. Auch wenn die Temperaturen Ende Mai, Anfang Juni anstiegen, fehlten immer noch Niederschläge. Ihr Ausbleiben führte bei einigen Sorten zu teilweise nur unterdurchschnittlichen Erträgen. Erfreulich war, dass die Speisegrößenerträge (laut Definition der Richtlinie Kartoffeln des Bundessortenamts ist "der Speisewarenertrag der Ertrag, bezogen auf den Rohwarenertrag, abzüglich der Über- und Untergrößen) mit einem Versuchsmittel von relativ 81 recht gut waren, abgesehen von einigen Sorten, die auch in diesem Bereich Schwächen zeigten.

Der trockene Boden am Versuchsstandort in Barlt bereitete den Kartoffelsorten noch ein weiteres Problem und das war der Schorfbefall. Der Schorferreger ist sehr sauerstoffliebend. Viel Luft im Boden aufgrund der wenigen Niederschläge zum Zeitpunkt des Knollenansatzes begünstigten den Befall bei einigen Sorten. Die trockene Witterung hielt den Druck, dass die Kartoffeln mit Phytophthora infestans (Kraut- und Knollenfäule) befallen werden konnten, deutlich in Grenzen.

Seit 2020 erfolgt die Prüfung der Kartoffelsorten ausschließlich am Versuchsstandort der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Barlt. Geprüft wurden diesmal in Barlt insgesamt 34 Kartoffelsorten: In der Reifegruppe 1 (sehr früh) und 2 (früh) wurden 15 Sorten und in der Reifegruppe 3 (mittelfrüh) wurden 19 Sorten geprüft. Zwei der geprüften Kartoffelsorten hatten eine rote Schalenfarbe. Die Fleischfarbe (im rohen Zustand) der Knollen war Hellgelb beziehungsweise Gelb.

Nach der Bodenbearbeitung erfolgte die Pflanzung der Kartoffeln am 22. April, danach folgten das Häufeln der Kartoffeln sowie der Dammaufbau mittels einer Dammfräse. Die Düngung erfolgte gemäß dem durch Bodenproben festgestellten Nährstoffbedarf. Für den Versuchsstandort bedeutete das 90 kg N/ha über Kalkammonsalpeter und 120 kg K2O/ha, 40kg MgO/ha und 68 kg S/ha über Patentkali.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 50/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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