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Futtererbsenbestand zur Blüte. Foto: Heiko Kluge

Im Gegensatz zur Ackerbohne zeichnen sich Futtererbsen durch geringere Standortbeschränkungen aus. Sie werden daher eher auf Standorten angebaut, auf denen die Ackerbohne wasserbedingt ausscheidet. Sie sind deutlich trockenstresstoleranter als Ackerbohnen. Dennoch benötigen Erbsen auch über 500 mm Jahresniederschlag, um den vollen Ertrag auszubilden. Anbauempfehlungen, Verbreitung und die Ergebnisse der Landessortenversuche fasst folgender Beitrag zusammen.

Besonders viel Wasser braucht die Erbse zur Keimung. 140 % des Eigengewichtes muss ein Erbsenkorn an Wasser zum Keimen aufnehmen. Der Wasserbedarf ist auch zur Blüte und zur Zeit der Schotenfüllung hoch. Dennoch sollen Erbsen nicht in ein zu nasses Saatbett gedrillt werden. Damit sich die Knöllchen bilden können, muss der Boden gut durchlüftet, also trocken und feinkrümelig sein. Die Aussaat erfolgt erst nach der Ackerbohne. Die junge Erbse verträgt zwar leichte Fröste, aber mit zunehmender Wuchshöhe sinkt die Frosthärte. Um die Erbse nicht der Gefahr von Spätfrösten auszusetzen, werden Erbsen ab Mitte März gedrillt. Das Drillfenster reicht dann bis Ende April. Zudem darf der pH-Wert des Bodens nicht unter 6 liegen, da in sauren Böden die Besiedelung mit Rhizobien gehemmt ist. Anzustreben ist ein pH-Wert zwischen 6,2 und 7,0.

In Schleswig-Holstein spielt die Futtererbse mit einer Anbaufläche von zirka 500 ha nur eine untergeordnete Rolle, davon wird der größere Flächenanteil, fast 450 ha, ökologisch angebaut. Gerade bei den Futtererbsen ist die Statistik nicht eindeutig, da kaum zwischen ökologischem und konventionellem Anbau unterschieden wird. Auch die Nutzung, ob zur Fütterung oder für die Lebensmittelindustrie, wird nicht extra unterteilt. In den Statistiken der statistischen Ämter ist allgemein von Erbsen die Rede. Bundesweit hat die Erbse im Leguminosenanbau jedoch die größte Bedeutung. Ihre Anbaufläche liegt bei 74.000 ha und ist somit 50 % größer als die Fläche der Ackerbohnen (49.000 ha). Die Hauptanbaufläche liegt in den neuen Bundesländern und Bayern.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 06/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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