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Charollaisböcke fressen an der Futterraufe. Foto: Isa-Maria Kuhn

Die Schafhaltung hat für Schleswig-Holstein eine besondere Bedeutung und konzentriert sich hauptsächlich auf die Grünlandgebiete an der Westküste. Ein Großteil der Schafe beweidet dort die Deiche, sie sind somit wichtiger Bestandteil des Küstenschutzes. Während des Winters stellt die Zufütterung eine Unterstützung der natürlichen Futterquellen dar. Vor allem wenn Schafe während der Lammzeit im Stall gehalten werden, wird qualitativ hochwertiges Grundfutter zur Deckung des Energiebedarfs benötigt. Für die Winterfütterung eignet sich Gras, das in Form von Silage, Heulage oder Heu konserviert ist und eine gute hygienische Qualität aufweist.

Der richtige Schnittzeitpunkt für Gras zur Schaffütterung ist erreicht, wenn sich die Pflanzen im Stadium des Ähren-/Rispenschiebens befinden. Aufwüchse von Naturschutzflächen, die später geschnitten werden, da die Nutzungstermine vorgeschrieben sind, eignen sich nur für die Sicherung des Erhaltungsbedarfs, da sie energieärmer sind und höhere Rohfasergehalte aufweisen.

Trächtige und laktierende Tiere haben einen erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf. Der Energiebedarf niedertragender Schafe mit einer Lebendmasse (LM) von 70 kg liegt bei 10,4 MJ ME und kann über Weidegras, Heu oder andere Futtermittel wie Silage gedeckt werden. Hochtragende Tiere mit einem Lamm (70 kg LM) benötigen 14,6 MJ ME (17,0 MJ ME bei zwei Lämmern) aus gutem Weidegras, Heu oder Silage. Bei säugenden Tieren (70 kg LM) beträgt der Energiebedarf 18,4 MJ ME beziehungsweise 22,4 MJ ME (ein Lamm/zwei Lämmer). Zur Sicherung dieser Energiebedarfe wird sehr gutes Grundfutter benötigt. Hier empfiehlt sich junges, früh geschnittenes Gras, das anschließend konserviert wird und als qualitativ hochwertiges Winterfutter zur Verfügung steht. Wenn nur nährstoffarme Grundfuttermittel wie Heu von Extensivflächen oder späten Schnitten vorhanden sind, ist eine Kraftfuttergabe unumgänglich, um den Leistungsbedarf zu decken.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 20/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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