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An die Fütterung werden an heißen Tagen besonders hohe Anforderungen gestellt. Für die melkenden und hochtragenden Kühe darf nur Futter von optimaler Beschaffenheit verwendet werden, um sinkende Futteraufnahme infolge von Nacherwärmungen zu vermeiden. Foto: Dr. Ole Lamp

Die ersten warmen Tage im Frühling haben bereits deutlich gemacht, dass auch dieser Sommer wieder warm werden kann. Wie sehr Kühe unter hohen Temperaturen leiden können, haben die vergangenen Jahre auch in Norddeutschland gezeigt. Daher ist es jetzt höchste Zeit, den Stall und das Herdenmanagement auf den Sommerbetrieb einzustellen. Im Folgenden sollen die nötigen Maßnahmen und empfehlenswerte Vorkehrungen dargestellt werden.

Je mehr Milch eine Kuh gibt, desto mehr Abwärme entsteht in Pansen und Leber bei der Verdauung und im Stoffwechsel, sodass das Temperaturoptimum der modernen Hochleistungskuh um 0 °C liegt. In diesem Bereich muss die Kuh weder zusätzliche Wärme zum Erhalt ihrer Körpertemperatur bilden, noch bereitet die Abgabe der bis zu 2.000 W Wärmeleistung Probleme.

Diese Wärmeabgabe realisiert die Kuh sowohl über Wärmeabstrahlung im Infrarotbereich, Wärmeableitung über den Kontakt zu kühleren oder leitenden Oberflächen oder durch Verdunstung von Schweiß auf der Haut und Wasser aus den Atemwegen. Damit diese Kühlmechanismen optimal arbeiten können, braucht die Kuh die niedrigen Temperaturen sowie mittlere oder geringe Luftfeuchte und ausreichend Luftbewegung.

Neueste Untersuchungen der Landesforschung Mecklenburg-Vorpommern konnten zeigen, dass bereits ab rund 10 °C laktierende Kühe ihre Pansentemperatur nicht mehr konstant halten konnten, was als Zeichen für beginnenden Hitzestress gewertet werden kann (Tober, 2019).

Mit einer mittleren Sommertemperatur der vorigen Jahre von 18 °C und dem feuchteren Seeklima kann es auch bei uns hochleistenden Kühen im Sommer schnell zu warm werden. Dies bedeutet, dass entstehende Körperwärme nicht ausreichend schnell abgegeben werden kann, der "Motor der Kühe überhitzt" und Hitzestress entsteht.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 24/2020 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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