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Der Dachaufbau inklusive Lichtplatten kann einen erheblichen Einfluss auf den Wärmeeintrag in den Stall haben. Foto: Imke Junge

Die erste Hitzeperiode in diesem Jahr liegt bereits hinter uns, und damit ist in vielen Ställen der Fokus wieder auf das Problem Hitzestress bei den Milchkühen gerückt. Welche Auswirkungen hat Hitzestress, wie kann ich Hitzestress feststellen und vor allem: Was kann ich dagegen tun? Dies und mehr sind die Fragen, die nach so einer Periode sehr hoher Temperaturen immer wieder gestellt werden. Dieser Artikel soll einen Überblick geben, denn Hitzestress fängt nicht erst an, wenn es uns zu warm wird, und vor allem sind nicht alle Probleme vergessen, wenn es wieder kälter wird.

Ob Tiere unter Hitzestress leiden, lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise feststellen. Zum einen haben wir die Möglichkeit, den THI (Temperature-Humidity-Index) als Indikator heranzuziehen. Grundlagen dieses Wertes sind zum einen die Temperatur und zum anderen die Luftfeuchtigkeit. Ab einem Wert von 68 beginnt bei den Tieren milder Hitzestress. Dieser Wert ist bereits bei 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % erreicht. Eine weitere Möglichkeit bieten die direkten Indikatoren am Tier. Geeignete Kuhsignale bei leichtem bis mittlerem Hitzestress sind:

  • eine beschleunigte Atmung von mehr als 80 Zügen pro Minute
  • ein vermehrtes Stehen in den Liegeboxen, auf Gängen und an den Stalltoren
  • eine verminderte Brunstaktivität, eine Zunahme von stillen Brünsten
  • ein erhöhter Wasserverbrauch
  • ein Anstieg der Körpertemperatur bei gesunden Tieren

Bei stärkerem Hitzestress kommt es zu einer sinkenden Futteraufnahme, massiven Leistungs- und Fruchtbarkeitseinbußen. In Extremfällen kann es zu einer auffälligen Maulatmung mir gestrecktem Hals und Hecheln kommen, selbst Todesfälle durch Kreislaufzusammenbrüche sind hier möglich

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Betriebe angefangen, etwas gegen Hitzestress bei den laktierenden Tieren zu tun. Doch auf den meisten Betrieben sind die Laktierenden nicht die einzigen Tiere, die Hitzestressanzeichen zeigen. Bei Betreten der Trockensteherabteile sieht dies häufig noch viel schlechter aus. Wer hier nun denkt, dass Hitzestress für diese Tiere nicht so gravierende Folgen habe, da diese ja gar keine Leistung erbringen müssten, der irrt.

Die Trockensteher sind die Laktierenden von morgen und sie lassen die nächste Generation in sich wachsen. Untersuchungen zu Hitzestress bei Trockenstehern gibt es schon lange und jede einzelne Untersuchung zeigt, dass Hitzestress während der Trockenstehperiode zu geringeren Leistungen in der folgenden Laktation führt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 29/2021 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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