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Am Standort Futterkamp traten um den Zeitpunkt des Ährenschiebens Ende Juni optisch deutliche Unterschiede zwischen den geprüften Sorten auf. Foto: Achim Seidel

In Schleswig-Holstein wurde Sommerweizen nach der schwierigen Herbstaussaat 2019 im Frühjahr 2020 auf einer Fläche von 9.800 ha angebaut. Diese Anbaufläche entspricht mehr als einer Verdreifachung der Fläche. 2019 waren es 3.100 ha. Auch die Erträge von 78,6 dt/ha liegen deutlich über dem sechsjährigen Mittel (59,9 dt/ha). In den Versuchen lag das Ertragsniveau auf einem ebenso guten Niveau, während die angestrebten Proteinkonzentrationen nicht erreicht werden konnten. Der folgende Artikel befasst sich mit den Ergebnissen der Landessortenversuche, der Sortenwahl und wichtigen Hinweisen zum Sommerweizenanbau.

Entsprechende Qualitäten vorausgesetzt, ist Sommerweizen hinsichtlich seiner guten Vermarktbarkeit attraktiv. Da besonders die Winterweizenfläche durch ungünstige Bestellbedingungen im Herbst reduziert wurde, konnte eine starke Ausweitung der Sommerweizenanbaufläche beobachtet werden. Aufgrund der Nässe im Februar bis Anfang März konnte die Aussaat auf vielen Standorten aber erst ab Mitte März erfolgen. Gleichzeitig fand witterungsbedingt ein sehr schnelles Austrocknen des Saathorizontes statt, sodass an einigen Standorten das Keimwasser fehlte und diese Bestände ungleichmäßig aufgelaufen sind. Trotz einzelner Niederschlagsereignisse in den folgenden Wochen konnten sich nicht alle Bestände ausreichend gut entwickeln.

In den Landessortenversuchen konnte bedingt durch die Trockenheit keine ausreichende Bestockung stattfinden beziehungsweise wurden gebildete Nebentriebe reduziert. Am Standort Sönke-Nissen-Koog wurden hier 380, in Kastorf 300 Ähren pro Quadratmeter und in Futterkamp deutlich unter 300 Ähren gezählt. Durch kühle und feuchte Witterung im Juli konnte die Kornfüllung jedoch relativ langsam und gleichmäßig ablaufen und insgesamt ein doch erfreuliches Ertragsniveau realisiert werden. Die Ernte konnte in der Folge unter sehr trockenen und stabilen Bedingungen ablaufen, sodass ein witterungsbedingtes Absinken der Fallzahlen nicht stattgefunden hat.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 2/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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