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Im Frühjahr 2020 konnte nach einer langen Nässephase ab Mitte März die Frühjahrsbestellung stattfinden, wie hier im Bild bei Gettorf nach Silomais zu Ackerbohnen. Foto: Achim Seidel

Sommergetreide und Körnerleguminosen haben sich in den vergangenen Jahren in vielen Betrieben einen Platz zurückerobert, den sie mittlerweile verloren hatten. Eine hohe Anbaukonzentration von Wintergetreide und Winterraps und die teilweise damit einhergehenden Probleme haben dazu geführt, dass ein Umdenken stattfindet und vermehrt der gezielte Anbau dieser Sommerungen voranschreitet. Welche Besonderheiten gilt es zu meistern, insbesondere auch vor dem Hintergrund des mittlerweile angestiegenen Zwischenfruchtanbaus?

Sommergetreide, aber auch Ackerbohnen sind in den vergangenen Jahren oft flächenstark gewesen, wenn die Bestellbedingungen im Herbst des Vorjahres ungünstig waren oder Auswinterung eine bedeutende Rolle spielte. Hauptgrund war hierfür oft die vermeintlich schlechtere Wirtschaftlichkeit der Sommerungen. Außer Acht gelassen wurden jedoch oft Faktoren wie der geringere Produktionsmitteleinsatz an Fungiziden, Wachstumsreglern und Düngung, der Vorfruchtwert oder die Entzerrung von Arbeitsspitzen. Herausforderungen bestehen aber auch in den oft schwierigen Ausgangsbedingungen nach Winter und immer häufiger auftretenden Trockenphasen. Damit der Anbau gelingt, kommt es in erster Linie auf eine gute Bestellung und Aussaat im Frühjahr an, um einen guten Start in die kurze Vegetationsphase zu ermöglichen.

Die Bodenbearbeitung – was ist noch zu tun?

Wie in der Frühjahrsbestellung verfahren werden kann, richtet sich in erster Linie nach der Vorfrucht, der Bodenfeuchte und dem damit verbundenen Bodenzustand. Handelt es sich um eine selbstbegrünte Getreidestoppel oder eine Maisstoppel? Wurde eine "Winterfurche" im Herbst durchgeführt? Wurde nach Ernte der Hauptfrucht im letzten Jahr eine Zwischenfrucht zur Winterbegrünung etabliert? Wesentliche Entscheidungsgrundlagen, welche Maßnahmen nun im Frühjahr stattfinden müssen, sind einerseits die Ansprüche der nun zu bestellenden Sommerung (Sommerweizen, Sommergerste, Sommerhafer, Ackerbohne, Zuckerrübe oder etwas später Mais). Zum anderen ist es zunächst der Zustand des Bodens im Frühjahr.

War eine Winterfurche erfolgreich und hat eine gute Bodengare hinterlassen (aufgrund von Frost), sollte dieser gute Bodenzustand genutzt werden und entsprechend bei Bedarf nur noch ein flacher Arbeitsgang zum Abtrocknen, bei bereits trockenen Bedingungen gleich mit Saatbettbereitung durchgeführt werden oder direkt in das bearbeitete und abgetrocknete Land mit entsprechenden Vorwerkzeugen gedrillt werden. Dabei sollte eine tiefere Bodenbearbeitung möglichst unterbleiben, da sonst eine unproduktive Verdunstung zulasten des Bodenwasservorrates hervorgerufen wird. Bei einsetzender Trockenheit besteht so die Gefahr, dass im Saathorizont nicht genügend Keimwasser vorhanden ist und ein nicht ausreichender Feldaufgang die Folge ist. Gleichzeitig muss auf einen guten Bodenschluss geachtet werden.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 8/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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