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Die Organisatoren des Schweinetages, Karin Müller (SSB), Dr. Sophie Diers (Fachbereichsleiterin Schweinehaltung) und Eiken Struve (SSB) in der vorderen Reihe (v. li.). Im Hintergrund der Leiter des LVZ Futterkamp, Claus-Peter Boyens, und die Tierwohlmultiplikatorin Janna Fritz. Foto: Isa-Maria Kuhn

Der alljährliche Schweinetag konnte in diesem Jahr nicht wie gewohnt in der Kammerhalle in Rendsburg durchgeführt werden, sondern wurde als Onlineveranstaltung angeboten. Die Schweinespezialberatung Schleswig-Holstein (SSB) und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein begrüßten virtuell 100 Teilnehmer zu ihrer traditionellen Veranstaltung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Janna Fritz, die als Beraterin im Verbundprojekt "Fokus Tierwohl" tätig ist.

Die Schweinehaltung steht momentan vor mehreren großen Herausforderungen. So standen die Themen Afrikanische Schweinepest (ASP) und Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung im Mittelpunkt des Schweinetages. Zu Beginn präsentierte Karin Müller, Geschäftsführerin der Schweinespezialberatung, den Schweinereport 2019/2020, der in einer späteren Ausgabe des Bauernblattes erläutert wird.

Im zweiten Vortrag von Dr. Sophie Diers wurde die ASP ausführlich vorgestellt und das entsprechende Früherkennungsprogramm beworben. Die ASP wird ausgelöst durch ein behülltes Virus wie auch das Corona-Virus, bei dem Reinigung und Desinfektion eine wichtige Bekämpfungsstrategie sind. Wild- und Hausschweine können gleichermaßen von der Erkrankung betroffen sein. Infizierte Tiere zeigen oftmals hohes Fieber über 41 °C, Bewegungsstörungen, Hautrötungen oder Blutungen und eine reduzierte Nahrungsaufnahme. Auch Aborte können auftreten. Die Erkrankung endet nach sieben bis zehn Tagen meistens tödlich.

Das ASP-Virus kann mehrere Tage in Schwarzwild- oder Hausschweinkot überleben, einige Monate in Blut oder gekühltem Fleisch und viele Jahre in tiefgefrorenem Fleisch. Bei 60 °C zeigt sich nur noch eine Überlebensdauer von bis zu 20 min. Auch bei diesem Virus ist es wichtig, die Übertragungswege zu unterbrechen. Hochinfektiös sind Blut, Speichel, Kot und Urin infizierter Schweine.

Über Speisereste, kontaminierte Fahrzeuge, Gerätschaften, Kleidung, Futter und Einstreu kann der Erreger weiterübertragen und im schlechtesten Fall auch in den Bestand eingetragen werden. Auch belebte Vektoren wie Schadnager und Hunde stellen eine mögliche Verschleppungsgefahr dar. Diese potenziellen Übertragungswege machen deutlich, dass der Mensch selbst die größte Gefahr für den eigenen Bestand ist.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 47/2020 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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