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Unfreiwillige Spritzfenster offenbaren das Unkrautpotenzial. Foto: Manja Landschreiber

Verunkrautete Flächen jetzt vor der Ernte zeugen davon, dass der Herbizideinsatz im Winterraps kein Selbstgänger ist. Geplante Nachauflaufbehandlungen konnten witterungsbedingt im vergangenen Herbst teilweise nicht mehr durchgeführt werden. Staunässe und niedrige Frühjahrstemperaturen verzögerten das Wachstum des Rapses. Kleine, splittige Pflanzen, die massiven Rapserdflohbefall zeigten, hielten die Bestände zusätzlich offen. In diesen lichten Beständen kamen konkurrenzstarke Unkräuter wie Kamille, Kornblume und Disteln leicht zum Zuge. Einzelpflanzen konnten dabei eine beachtliche Größe erreichen. Gerade im Rapsanbau sucht man aufgrund der angespannten ökonomischen Lage nach Einsparungsmöglichkeiten in der Kulturführung. Bietet der Herbizideinsatz diese?

Das jeweilige Unkrautspektrum im Winterraps hängt eng mit der Anbauintensität und der langjährigen Herbizidstrategie auf den jeweiligen Standorten zusammen. Bleibt man seiner Herbizidstrategie treu, entwickeln sich mit der Zeit bestimmte Unkräuter auf den Standorten. Ochsenzunge/ Krummhals, Storchschnabelarten und Kornblume sind gute Belege dafür. Gleichzeitig bedeutet intensiver Rapsanbau auch ein verstärktes Auftreten rapsverwandter Unkräuter. Beispielhaft sind Raukearten, Hirtentäschel und Barbarakraut zu nennen. Besonders Letztgenanntes lässt sich inzwischen problemlos auf vielen Äckern finden. Oft unbeachtet wandert es von den Feldrändern in die Fläche ein und ist dann kaum noch zu bekämpfen.

Ein gutes Strohmanagement, beginnend bei der Ernte der Vorkultur, sollte besonders bei pflugloser Bestellung selbstverständlich sein. Hier bietet die Vorfrucht Wintergerste den nötigen zeitlichen Spielraum. Andernfalls werden die Herbizide an die organische Masse gebunden, was die Wirkungsgrade deutlich verschlechtert.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 31/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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