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Milchkühe mit Saugkälbern. Foto: Thünen-Institut, J. Felix

Seit dem vergangenen Jahr befasst sich die operationelle Gruppe (OG) des EIP-Projektes "Kuhgebundene Kälberaufzucht" in der Milchviehhaltung mit der Entwicklung betriebsindividueller Lösungen für dieses Aufzuchtverfahren sowie der Erarbeitung eines Handlungsleitfadens für interessierte Praktiker. Nun ist es an der Zeit für einen Zwischenstand.

Die Gruppe besteht aus acht Landwirtinnen und Landwirten, dem Thünen-Institut für Ökologischen Landbau, den Instituten Agrarökonomie sowie Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, einem Milchviehberater und dem Bioland e.V. als Lead-Partner.

Die OG hatte sich vorgenommen, die Aspekte Tiergesundheit, Stallbaulösungen und die Ökonomie des Verfahrens zu betrachten. Anfang April 2019 wurde in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Betrieben ein Monitoring zur Einschätzung der Kälbergesundheit (Allgemeinzustand, Gewichtsentwicklung) sowie zur Beurteilung der Euter, die durch das Kalbsaugen mehr beansprucht sein können, erarbeitet und erprobt.

Die daraus entstandenen Checklisten werden in den Handlungsleitfaden einfließen. Im Themenbereich Stallbau werden unterschiedliche bauliche Lösungen für Betriebe mit kuhgebundener Kälberhaltung erarbeitet. Zum Beispiel steht die Frage im Mittelpunkt, welche Stallbereiche von Kuh und Kalb gemeinsam genutzt werden sollen und wie diese dann zu gestalten sind. Für den Leitfaden werden zudem Kennzahlen für die Raumplanung (zum Beispiel Anzahl benötigter Tierplätze in den jeweiligen Stallbereichen) zusammengetragen und Besonderheiten bei der Gestaltung der Funktionsbereiche erhoben.

Im Wintersemester 2019/ 2020 wurde im Masterstudiengang Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erstmalig das Vorlesungsmodul "Planung innovativer Systeme für die Rinderhaltung" angeboten. Die als Abschlussarbeiten im Rahmen der Vorlesung entwickelten Planungsvorschläge für Beispielbetriebe mit kuhgebundener Kälberaufzucht dienen als Grundlage für spätere Planungsbeispiele im Leitfaden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 26/2020 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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