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Die Grassilage wurde mit Feldhäcksler, Ladewagen und Press-Wickel-Kombination parallel, schwadweise versetzt geerntet. Foto: Dr. Klaus Hünting

Für die Ernte von Grassilagen kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Die technischen und ökonomischen Einflussfaktoren auf die Wahl des Ernteverfahrens sind bekannt. Doch wie wirken sich unterschiedlich geerntete Grassilagen auf die Futteraufnahme und die Milchleistung von Milchkühen aus?

Die Grassilage ist auf vielen Milchviehbetrieben eine wichtige Rationskomponente und spielt eine große Rolle für die Strukturversorgung der Milchkuh. In der landwirtschaftlichen Praxis werden bei der Grasernte unterschiedliche Ernteverfahren eingesetzt. Betriebsabhängig kommen häufig sowohl Feldhäcksler als auch Ladewagen zum Einsatz. Aufgrund der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) hat auch der Einsatz von Wickelballen in der Fütterung zugenommen, da für die Lagerung von Ballensilagen keine besonderen Anforderungen gelten.

Je nach Ernteverfahren variiert die theoretische Schnittlänge des Erntegutes. Diese steigt von Feldhäcksler über Ladewagen zum Ballen hin an. Ein hoher Anteil längerer Partikel kann zu einer verstärkten Selektion feinerer (Kraftfutter-)Partikel der Ration führen.

Die technischen und ökonomischen Aspekte zur Wahl des Grasernteverfahrens sind bereits ausführlich beschrieben. Bisher liegen jedoch kaum Ergebnisse aus Fütterungsversuchen zum Vergleich verschieden geernteter Silagen vor. Aus diesem Grund wurde im Versuchs- und Bildungszentrum (VBZL) Haus Riswick der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Winter 2019 und 2020 ein Fütterungsversuch mit unterschiedlich geernteten Grassilagen durchgeführt.

Wie der Versuch aufgebaut war

Zum ersten Schnitt Ende April 2019 wurde das Gras von drei Flächen zu gleichen Anteilen mit drei unterschiedlichen Ernteverfahren geerntet. Die Ernte erfolgte parallel und schwadweise versetzt mit Ladewagen, Feldhäcksler und Press-Wickel-Kombination. Die theoretische Schnittlänge des mit dem Feldhäcksler geernteten Grases lag bei 17 mm, beim Ladewagen bei 37mm und bei den Wickelballen bei 45 mm. Im Winter 2019 und 2020 fand ein 14-wöchiger Fütterungsversuch mit dreimal 24 Kühen statt. Die drei Fütterungsgruppen erhielten Gesamtmischrationen (TMR), die sich nur in dem Ernteverfahren der Grassilage und damit auch der theoretischen Häcksellänge beziehungsweise Schnittlänge des Grases unterschieden.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 22/2021 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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