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Wenn die Bedingungen im Frühjahr stimmen, können die ersten Düngungsmaßnahmen in den Getreidebeständen starten. Foto: Landwirtschaftskammer

Der Beginn der Düngesaison 2020 rückt näher. Betriebe, die am 16. Januar düngen wollen (Voraussetzung: Die Bodenverhältnisse stimmen und ein akzeptierter Antrag der Sperrfristverschiebung vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) liegt vor), müssen eine schriftliche Düngebedarfsermittlung vorliegen haben. Der Bedarf für Stickstoff und Phosphat ist schon vor der ersten Gabe von mineralischen oder organischen Düngern zu ermitteln und dokumentieren. Fehlt die Bedarfsermittlung, dann liegt bei einer amtlichen Kontrolle ein Cross-Compliance-Verstoß vor. Die Aufbewahrungspflicht der schriftlichen Ableitung des Düngebedarfs beträgt sieben Jahre.

Exemplarisch aufgelistet für die gängigsten Kulturen sind Beispiele einer rechtskonformen N-Bedarfsermittlung in der Tabelle dargestellt. Weitere Bedarfswerte, für Kulturen, die in der DüV nicht gelistet sind, finden sich auf der Homepage der Landwirtschaftskammer und in den aktuellen Richtwerten für die Düngung.

Der schriftlich ermittelte Düngebedarf ist als rechtsverbindliche Stickstoff-(N)-Obergrenze zu verstehen, und darf im Rahmen der geplanten Düngungsmaßnahme nicht überschritten werden. Pauschale Zuschläge auf den berechneten Düngebedarfswert bei schwach entwickelten Beständen sind daher in keinem Fall zulässig. Eine Überschreitung des Düngebedarfs nach § 3(3) aufgrund nachträglich eintretender Umstände ist nur möglich, wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sind, und entsprechend aktueller Vorgaben des Vollzuges, in den entsprechenden Formblättern dokumentiert werden.

Als Basis zur Berechnung des N-Düngebedarfs ist der dreijährige Durchschnittsertrag für die einzelne Kultur im Betrieb heranzuziehen. Ausgehend vom Basisertrag nach Düngeverordnung wird der N-Bedarfswert für den betriebs­individuellen Ertrag um Zu- oder Abschläge (zum Beispiel bei Getreide plus 10 kg N/ha Höchstzuschlag je 10 dt/ha höheren Ertrag und minus 15 kg N/ha Mindestabschlag je 10 dt/ha geringerem Ertrag) angepasst und darf maximal 40 kg N/ha betragen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 01/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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