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Das Wurzelwachstum der Katoffel erschließt erst ab Beginn der Blüte auch die tieferen Bodenschichten. Foto: Gerald Burgdorf

Neben der Erntemenge spielt gerade im Kartoffelbau die Qualität eine entscheidende Rolle. Diese wird auch von der Düngung beeinflusst. Hinsichtlich der Zufuhr müssen einige Aspekte beachtet werden. Für die Kartoffel ist nicht nur der Stickstoff essenziell, auch die Grundnährstoffe müssen in ausreichender Höhe appliziert werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind in vielfältigen Artikeln bereits dargestellt worden und werden hier nicht gesondert aufgeführt, sind aber natürlich bei der Düngebedarfsermittlung und tatsächlichen Düngung zu berücksichtigen.

Hinsichtlich des Stickstoffbedarfs müssen bei der Kartoffel ihre Verwertungsrichtungen berücksichtigt werden. So haben Kartoffeln bei einem Ertragsniveau von 450 dt/ha einen N-Bedarfswert von 180 kg/ha. Frühkartoffeln dagegen haben bei einem Basisertrag von 400 dt/ha einen N-Bedarf von 220 kg/ha. Zu den Frühkartoffeln zählen die Reifegruppen I (sehr früh), II (früh) und III (mittelfrüh), ausgehend von der Beschreibenden Sortenliste Kartoffel des Bundessortenamtes. Je 50 dt/ha Ertragsdifferenz ergibt sich ein Zu- oder Abschlag von 10 kgN/ha, wobei der Zuschlag auf maximal 40 kg N/ha begrenzt ist. Der Nmin-Wert ist auf einer Tiefe von 0 bis 90 cm zu berücksichtigen. Eigene Nmin-Untersuchungen sollten möglichst nah am Pflanztermin ausgerichtet werden, um den Vorrat bestmöglich abbilden zu können. Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass die vielerorts ergiebigen Niederschläge im Februar und März den pflanzenverfügbaren Vorrat noch beeinflusst haben. Die Kartoffel dringt mit ihrem Wurzelsystem erst zu einem späteren Zeitpunkt in tiefere Bodenschichten vor. Bis zur Blüte findet vorwiegend horizontales Wachstum im oberen Bodenbereich statt.

Des Weiteren sind die bekannten Zu- und Abschläge vorzunehmen. Sind die Zwischenfrüchte (< 50 % Leguminosenanteil) nicht abgefroren und werden erst jetzt im Frühjahr eingearbeitet, sind 20 kgN/ha vom Stickstoffbedarfswert abzuziehen. Zu bedenken ist bei der Düngebedarfsermittlung auch die organische Düngung aus dem Vorjahr. Der dann ermittelte Bedarfswert darf nicht über-, aber sehr wohl unterschritten werden. Je nach Verwertungsrichtung kann es durchaus sinnvoll sein, diesen Wert nicht komplett auszureizen. Ein hohes Stickstoffangebot, insbesondere zum Ende der Wachstumsphase, wirkt sich oftmals negativ aus. Der Großteil des Stickstoffs wird vielmehr früh auch zum Aufbau des Blattapparates benötigt. Deshalb empfiehlt sich bei höheren N-Düngermengen, die über 100 kgN/ha liegen, eine Gabenteilung von zwei Dritteln zum Pflanzen und einem Drittel zum Reihenschluss.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 13/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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