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Diese Fläche gilt nicht als schneebedeckt, da die Oberfläche des Bodens zwischen den Rapspfanzen noch zu erkennen ist. Foto: Dr. Lars Biernat

Für die Ausbringung von Düngemitteln gibt die Düngeverordnung (DÜV 2020) den Rahmen sowohl für die Ausbringzeiten als auch die witterungsbedingten Einschränkungen für die Applikation auf den Flächen vor. Nach Ablauf des 31. Januars oder im Falle einer vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) genehmigten Vorverlegung der Sperrfrist (nach Ablauf des 15. Januars) kann die Düngesaison grundsätzlich beginnen, sofern es die Rahmenbedingungen auf den Flächen zulassen – das heißt, das Wetter mitspielt.

Die möglichen Ausbringfenster für Düngemittel in Abhängigkeit der Witterung haben sich im Vergleich zum vorangegangen Rechtsrahmen mit der DÜV 2020 deutlich verkleinert. So ist das Aufbringen von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln verboten, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Oftmals wird die Frage gestellt, wann ein Boden als schneebedeckt einzuordnen ist? Eine Fläche wird düngerechtlich als schneebedeckt eingeordnet, wenn die Oberfläche des Bodens durch Schneeauflage nicht mehr zu erkennen ist. Auf diesen Flächen und Teilflächen solch eines Schlages dürfen im Sinne des Gewässerschutzes keine Düngemittel ausgebracht werden.

Düngung auf gefrorenem Boden verboten

Viele Diskussionen gab es während des vergangenen Frühjahrs rund um die Definition des gefrorenen Bodens, da sich mit Einführung der DÜV 2020 für die Praxis an dieser Stelle eine erhebliche Einschränkung ergeben hat. Oftmals wurden in den vergangenen Jahren aus Sicht des Bodenschutzes und der N-Effizienz sinnvollerweise Bodenfrosttage bei der ersten Düngegabe genutzt. Die neue DÜV ist an dieser Stelle im Sinne des Gewässerschutzes deutlich stringenter ausgelegt. So heißt es nun grundsätzlich, dass ein Aufbringen von N- und P-haltigen Düngemitteln auf gefrorenem Boden nicht mehr möglich ist. Damit ist es auch unerheblich, ob ein zum Zeitpunkt der Aufbringung gefrorener Boden im Tagesverlauf aufnahmefähig wird (wie noch nach DÜV 2017; Nachweis unter anderem über die Prognose des Deutschen Wetterdienstes, DWD). Im Rahmen der DÜV 2020 darf im Falle des gefrorenen Bodens nicht mehr gedüngt werden, weshalb auch der Nachweis über die DWD-Prognose hinsichtlich der Aufnahmefähigkeit des Bodens in diesem Zusammenhang nicht mehr regelkonform ist!

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 1/2022 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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