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Das Saatbett sollte nicht zu fein hergerichtet werden, um Bodenabtrag durch Winderosion oder Verschlämmung durch Starkregenereignisse zu vermeiden. Werden Bodentemperaturen von mindestens 8 °C in 5 cm Tiefe nachhaltig erreicht, kann die Maisaussaat beginnen. Foto: Dr. Elke Grimme

Zur Vorbereitung der Maisaussaat sollten die Böden für Gülle- und Gärrestausbringung sowie anschließende Bodenbearbeitung gut abgetrocknet sein, um Bodenverdichtungen zu vermeiden. Das Saatbett selbst sollte nicht zu fein hergerichtet werden, um Bodenabtrag durch Winderosion oder Verschlämmung durch Starkniederschläge zu reduzieren. Ist der Boden verdichtungsfrei und liegen dort gute Erwärmung, Wasserführung und Durchlüftung vor, sind optimale Voraussetzungen zur Maisaussaat, zum Keimen und zum Auflaufen geschaffen.

Die Maisaussaat sollte nicht dem Kalender folgen, sondern sich nach den Standortverhältnissen, der Befahrbarkeit der Ackerflächen und der Witterung richten. Werden Bodentemperaturen von mindestens 8 °C in 5 cm Tiefe dauerhaft erreicht, kann die Aussaat beginnen. Lange Auflaufphasen des Maises durch anhaltend kühle Witterung nach der Aussaat können zu Keimlingsausfällen, schlechten Feldaufgängen, schwachen Einzelpflanzen und lückenhaften Beständen führen.

Saattermin und Saattiefe anpassen

Auf dem Versuchsstandort Schuby (SL) der Landwirtschaftskammer werden seit 2014 Versuche zum optimalen Aussaattermin für Silomais durchgeführt. Dabei wird die Aussaat ein bis zwei Wochen um den optimalen Termin vorgezogen beziehungsweise nach hinten verschoben. Die Ernte erfolgt am selben Tag, um den Einfluss des Aussaattermins darzustellen. In Abhängigkeit von Boden- und Witterungsbedingungen wurde jährlich flexibel auf die Bestellbedingungen im April/Mai reagiert. Zu frühe und auch zu späte Saaten haben in den Jahren 2014 bis 2017 sowie 2019 und 2020 im Mittel zu Ertragsverlusten geführt. Die Stärkegehalte reagierten in den Einzeljahren sehr unterschiedlich auf den Aussaattermin.

Aussaat sollte nicht zu spät erfolgen

Bei späterer Aussaat im Mai ist die Zeit zwischen Aussaat und Feldaufgang in der Regel zwar verringert, doch können dem Mais durch das spätere Auflaufen wichtige Tage für die Entwicklung verloren gehen. Häufig treten dann dünnere Stängel mit oftmals höherem Kolbenansatz und niedrigen Kolbenanteilen auf. Mais ist eine Kurztagspflanze, das Pflanzenwachstum wird über die Tageslänge gesteuert. Das generative Wachstum beginnt, wenn eine bestimmte Tageslänge unterschritten beziehungsweise eine bestimmte Nachtlänge überschritten wird. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Blüte mit anschließender Kolbenfüllung.

Um die Bedingungen des Kurztages zu erfüllen, sollte Mais nicht zu spät ausgesät werden, denn in Jahren mit langen Feldaufgangszeiten ist eine gute Jugendentwicklung wichtig für die Ertragsleistung. 2020 hat der früh gewählte Aussaattermin ertraglich und qualitativ am besten abgeschnitten, die kühle Witterung im Mai hat dagegen den später gesäten Maispflanzen deutlich zugesetzt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 11/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

 

 

 

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