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Der Anbau von Ackerbohnen ist in Schleswig-Holstein kräftig ausgebaut worden. Foto: Jürgen Beckhoff

Vor sechs Jahren startete das Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne der Eiweißpflanzenstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Mithilfe von rund 60 Demonstrationsbetrieben – davon 60 % konventionell und 40 % ökologisch arbeitend – sowie Akteuren aus Wissenschaft, Beratung, Verarbeitung und Handel sollten der Anbau und die Verarbeitung der Leguminosen ausgeweitet und verbessert werden.

Auf einer Onlineabschlussveranstaltung stellten die Beteiligten jetzt zentrale Ergebnisse aus dem Netzwerk vor und diskutierten mit etwa 150 Teilnehmenden.

Tenor der Veranstaltung: Es wurde bereits viel erreicht. Aber um den Anbau heimischer Körnerleguminosen voranzubringen, muss weiter in das Know-how zum Anbau und in Wertschöpfungsketten rund um Erbse und Ackerbohne investiert werden.

Petra Zerhusen-Blecher von der Fachhochschule Südwestfalen in Soest erinnerte in ihrem Vortrag an die ungünstige Ausgangslage im konventionellen Erbsen- und Bohnenanbau zum Start des Netzwerks im Jahr 2016. Leguminosen hätten in diesem Jahr den Anbautiefpunkt gehabt, eine interne Verwertung von Körnerleguminosen als Futtermittel habe es nur vereinzelt gegeben. Eine externe Vermarktung sei mangels Nachfrage kaum möglich gewesen.

Angebot und Nachfrage gewachsen

Hier habe sich in den vergangenen sechs Jahren vieles verbessert, auch wenn sich die großen Player am Markt noch zurückhielten. So lohne sich inzwischen der Einsatz heimischer Körnerleguminosen als Proteinkomponente in der Fütterung und auch in der menschlichen Ernährung. Zudem funktioniere die Vermarktung gut, vor allem auf regionaler Ebene. "Aber auch in überregionalen Wertschöpfungsketten haben Angebot und Nachfrage deutlich zugenommen", sagte Zerhusen-Blecher.

Das führte sie unter anderem auf die wachsende Nachfrage nach veganen Produkten zurück, für deren Herstellung Körnerleguminosen benötigt werden. Die Preise hätten sich deshalb kontinuierlich nach oben entwickelt. Wurde 1 dt Ackerbohnen 2016 noch mit etwa 15 € gehandelt, zahlten die Abnehmer im Jahr 2021 bereits um die 25 €. Bei Erbsen habe man vor allem im laufenden Jahr einen deutlichen Anstieg verzeichnet.

Im Biobereich sei die Ausgangssituation zum Start des Netzwerks dagegen eine andere gewesen, betonte Werner Vogt-Kaute, Berater des Naturland-Verbandes. "Körnerleguminosen waren hier als Futtermittel fest etabliert mit Rationsanteilen von 30 Prozent", sagte der Experte. Die Selbstversorgung sei in den vergangenen Jahren leicht gestiegen auf 50 bis 60 %. Die Preise für Bioerbsen und Biobohnen lägen mit 40 bis 44 €/dt auf konstant hohem Niveau. Insbesondere regionale Bioackerbohnen seien stärker gefragt gewesen.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 46/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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