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Eine kontinuierliche Aufzeichnung mit drei Sensoren bei einer Überfahrt ermöglicht die Multisensorplattform MSP3 (Veris) mit elektrischer Leitfähigkeit, Antimon-pH-Elektroden und optischem Sensor. Foto: Dr. Sebastian Vogel

Im EIP-Projekt "pH-BB: Präzise Kalkung in Brandenburg" haben sich Wissenschaftler der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE), der Leibniz-Institute für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) und für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ) mit drei Landwirtschaftsbetrieben (Gut Wilmersdorf, Komturei Lietzen, Landwirtschaft Petra Philipp) und drei landwirtschaftlichen Dienstleistern (LAB, Ixmap, FGL) zusammengetan. Sie wollten klären, wie der pH-Wert für jede Stelle des Schlages optimal einzustellen ist.

Im Jahr 2015 wurde auch in Brandenburg die Europäische Innovationsförderung (EIP) mit dem Ziel eingeführt, durch Partnerschaften zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen, landwirtschaftlichen Praxisbetrieben und Dienstleistern eine schnellere Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu erreichen. Mit dem im Jahr 2017 gestarteten Projekt "pH-BB" nutzen ein ökologisch und zwei konventionell wirtschaftende Ackerbaubetriebe die Möglichkeit, sich bei der weiteren Umsetzung von Precision-Farming-Strategien Unterstützung aus der Wissenschaft zu holen.

Schließlich war ihnen schon lange klar, dass bei der auf ihren Flächen vorherrschenden Bodenvariabilität die kleinräumige Bestimmung ihrer Fruchtbarkeitseigenschaften und eine standortangepasste Bewirtschaftung notwendig sind. Dies sind Schlüssel dafür, den wachsenden ökonomischen Zwängen einerseits und den immer strengeren Regeln beim Einsatz von Düngemitteln anderseits, gerecht zu werden.

Doch wie genau kann man beziehungsweise muss man es bei der differenzierten Betrachtung und Abgrenzung schlaginterner Standorteigenschaften nehmen? Welche Eigenschaften der Böden müssen unbedingt zuerst charakterisiert werden? Welche Techniken bieten sich heute dazu an und, vor allem, wie hoch dürfen die Aufwendungen für die erforderlichen Bestimmungen sein, um nicht schon im Vorfeld den monetär erzielbaren Effekt der teilschlagspezifischen Bewirtschaftung "verkonsumiert" zu haben?

Diese und viele weitere, oft sehr betriebsspezifische Fragen konnten die Praktiker im neu geschaffenen EIP-Gremium, der operationellen Gruppe, an die Experten der Forschungseinrichtungen richten. Die Wissenschaftler fanden in den Betrieben großes Interesse an innovativen Methoden, persönliches Engagement und einen wertvollen praktischen Erfahrungsschatz. Allerdings war es auch notwendig, dass sich wissenschaftliche Untersuchungen nach den betrieblichen Anforderungen und Arbeitsabläufen richteten: ein Lernprozess und Erkenntnisgewinn auf beiden Seiten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 38/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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