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Der Zeitpunkt des Zuflugs potenzieller Virusüberträger lässt sich mit Gelbschalen ermitteln. Foto: Ludger Lüders

Die Zahl der zugelassenen Insektizide und insektiziden Beizen schwindet im Kartoffelbau. Viele Schädlinge zeigen zudem zunehmende Resistenzen gegen die noch zur Verfügung stehenden Insektizidwirkstoffe. Damit steht die Bekämpfung von Insekten als Schädlingen in Kartoffelbeständen und den daraus resultierenden direkten Schäden, zum Beispiel Fraß- und Saugschäden durch Kartoffelkäfer, und den indirekten Schäden, zum Beispiel Virusübertragung durch Blattläuse, vor immer größeren Herausforderungen. Gerade im vergangenen Anbaujahr hat sich im Bereich der Pflanzkartoffelproduktion gezeigt, dass auch der beste chemische Pflanzenschutz häufig an seine Grenzen stößt und keine Gewähr für virusfreie Bestände bietet.

Die Virusbelastung konnte nicht immer unterhalb der Schwelle zur Saatgutaberkennung gehalten werden. Im Bereich der Kartoffelkrankheiten sind die Auswahlmöglichkeiten der Fungizide noch ausreichend: Hier steht den Kartoffelanbauern weiterhin eine breite Fungizidpalette zur Verfügung. Eine an die Witterung angepasste Fungizidstrategie, eine damit verbundene richtige Mittelwahl und das richtige Terminieren von Behandlungen stehen im Vordergrund, um die bedeutende Kraut- und Knollenfäule ausreichend in Schach zu halten.

In der Produktion von qualitativ hochwertigen Pflanzkartoffeln ist die Kontrolle von virusübertragenden Blattläusen maßgeblich. Die wirtschaftlich bedeutendste Viruskrankheit in Schleswig-Holstein ist das Kartoffelvirus Y (PVY), welches als wesentliche Ursache für Abstufungen oder Aberkennungen von Kartoffelpflanzgut gilt. Zur Eingrenzung eines folgenschweren Virusbefalls gehören neben dem Einsatz von Insektiziden auch vorbeugende pflanzenbauliche Maßnahmen. Die Verwendung von gesundem Pflanzgut (vor allem Basis- oder Z-Pflanzgut), die Auswahl einer wenig virusanfälligen Sorte sowie einer geringen Anbaustufe, eine konsequente Unkrautbekämpfung und die Selektion viruskranker Kartoffelpflanzen mindern das Befallsrisiko durch Kartoffelviren erheblich. Insbesondere die Selektion befallsverdächtiger Pflanzen muss frühzeitig beginnen und oft genug wiederholt werden, da von viruskranken Pflanzen eine unmittelbare Infektionsgefahr für die benachbarten Kartoffelpflanzen ausgeht.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 18/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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