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Offene, strukturreiche Flächen sind wichtige Lebensräume für Wiesenvögel wie Braunkehlchen, Wiesenpieper und Kiebitz. Foto: Dr. Helge Neumann

Im Grünland können bei entsprechender Bewirtschaftung auf einer Fläche von wenigen Quadratmetern 40 bis 50 Wildpflanzenarten vorkommen. Weit über 400 Pflanzenarten sind auf Grünlandstandorte spezialisiert.

Das Grünland gehört damit zu den artenreichsten Biotopen und besitzt einen hohen Wert für den Erhalt der Biodiversität. Darüber hinaus tragen artenreiche Grünlandflächen zur Bereicherung des Landschaftsbildes sowie zur Bewahrung der Kulturlandschaft bei. Voraussetzung für einen hohen Artenreichtum ist eine angepasste Nutzung, die in der Regel eine geringe oder keine Düngung sowie (dazugehörig) späte Mahdtermine und/oder eine extensive Beweidung beinhaltet. Artenreiches Grünland findet sich zudem häufig auf Grenzertragsstandorten, auf denen die Grünlandnarbe nicht durch zum Beispiel Entwässerungen oder Neu-/Nachsaaten mit Wirtschaftsgräsern verändert wurde.

Arten- und strukturreiches Grünland kann unterschiedlich im landwirtschaftlichen Betrieb verwertet werden: Qualitativ hochwertiges Heu von trockenen Grünlandflächen ist in der Rinderfütterung als diätetische Raufutterkomponente einsetzbar, die die Pansenmotorik anregt und Durchfallerkrankungen vorbeugt. Durch einen hohen Gehalt an Mineralstoffen sowie gegebenenfalls auch Heilpflanzen kann die Tiergesundheit zusätzlich gefördert werden ("Medizinalheu").

Feuchtgrünlandaufwüchse lassen sich je nach Qualität als Einstreu im Stall oder als Heulage in der Fütterung nutzen. In der Pferdehaltung stellen strukturreiche Grünlandaufwüchse das adäquate Grundfutterangebot dar. Es regt zur langsamen Futteraufnahme an, Koliken, Verfettung und Hufrehe werden vermieden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 25/2020 unter der Rubrik "Umwelt" und im digitalen Bauernblatt.

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