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Das Melkkarussell Dairy von GEA: Jeder Melkplatz ist mit einem eigenen Einzelbox-Melkroboter bestückt. Foto: Thomas Bonsels

Der Zeitanteil der Melkarbeit am Gesamtarbeitsaufkommen beträgt knapp 30 bis 35 %. Damit wird klar, dass hier die Möglichkeiten in der Verbesserung der Arbeitsqualität und der Effizienz der Melkarbeit groß sind.

Der Markt bietet die Auswahl zwischen den Varianten der Firmen BouMatik, DeLaval, GEA, Lemmer Fullwood, Lely und SAC/Insentec.

Alle Systeme können in ihrem Grundkonzept als Einzelboxvarianten betrieben werden. Unterschiede zwischen den Systemen bestehen in der Möglichkeit des Zugangs der Kühe in den Roboter, in der Ausführung des Melkarms und damit des Ansetzens, der Eutervorbehandlung, der Ausstattung mit Sensoren beziehungsweise deren optionaler Nachrüstung, der Ma- nagementsoftware und der Nachselektion. Bis auf die beiden Hersteller Lely und Lemmer Fullwood melken die Kühe im Roboter, den die Tiere in einem 30°-Winkel betreten und wieder verlassen. Beim "I-Flow"-Konzept von Lely und dem "Dual Entry" von Lemmer Fullwood betreten die Kühe die vorgelagerte Melkbox auf direktem Weg, ohne abzubiegen. Allerdings erfordert diese Variante deutlich mehr Raum, sollen die firmenseitig beschriebenen Vorteile ausgeschöpft werden.

BouMatic hat mit dem MR-S2 als Einzelbox und dem MR-D2 als Doppelbox für das parallele Melken von zwei Kühen kompakte Varianten im Angebot, die inklusive Technikbereich alles in einer Bauhülle integriert haben. Im Gegensatz zum Mitbewerber wird hier von hinten gemolken. Das heißt, dass das hydraulisch gesteuerte, mit einer 3-D-Kamera ausgestattete Melkrack von hinten durch die Hinterbeine der Kuh den Euterbereich anfährt, reinigt, ansetzt, melkt und dippt. Der Gripper ermöglicht das Aufnehmen von zwei Melkbechern. Die Zitzenreinigung und das Vormelken werden in einem separaten Melkbecher erledigt.

Erfasst werden viertelindividuell Milchmenge, Leitfähigkeit und Milchtemperatur, optional kann mit dem SC-Guard ein Zellzahlmessgerät nachgerüstet werden. Neben der Möglichkeit, die Melkbecher auch manuell anzusetzen, bietet ein bildschirmgesteuerter Teat-Teach-Screen ein manuelles Programmieren schwieriger Zitzenpositionen. Die Reinigung der Standfläche im Roboter wird über entsprechende Wassersprühdüsen erledigt. Durch das Melken von hinten ist es möglich, dass die Kühe den Roboter wechselseitig, also von rechts oder links, betreten können. Dies erspart eine zusätzliche Nachselektion und ermöglicht eine einfache Gruppenbildung.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 23/2020 unter der Rubrik "Landtechnik 4.0" und im digitalen Bauernblatt.

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