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Am 23. Juni ist das Land noch nicht vollständig mit Mais bezogen. Die bis dahin vorherrschende kühle Witterung hat das Wachstum deutlich verzögert. Foto: Dr. Elke Grimme

Die Herausforderungen im Maisanbau nehmen immer weiter zu. Neben dem ersatzlosen Verbot von dringend benötigten Beizstoffen und starkem Anstieg von Vogelfraß und Fritfliegenbefall, den steigenden Anforderungen an das Düngungsmanagement, um nur einige Merkmale herauszustellen, wird auch das Wettergeschehen während der Vegetation eine immer größere Unbekannte. Während noch "kürzlich" verlässliche schnelle Witterungswechsel vorherrschten, setzen sich mittlerweile Hoch- und Tiefdruckgebiete über einen längeren Zeitraum fest – mit zum Teil fatalen Folgen. Verschiedene Extreme wie Stürme, Hitze, Dürre, Kälte und Nässe nehmen in unbekanntem Ausmaß zu.

In jedem Jahr steigt mit den Vorbereitungen der Aussaat die Hoffnung auf ein gutes Maisjahr. In diesem Jahr fing die Aussaat vielerorts allerdings mit einigen Verzögerungen an. Anhaltende Winde verhinderten einen Anstieg der Tagestemperaturen, die gerade im zweistelligen Bereich lagen, trotz strahlenden Sonnenscheins über Tag. Die Nächte waren erst ab Ende April frostfrei. Bis dahin gesäter Mais benötigte bis zu drei Wochen zum Auflaufen. Der Mais war nach dem Auflaufen erhöhten Risiken durch Vogelfraß und Fritfliegenbefall ausgesetzt, da das Wachstum sehr verhalten war. Unkraut und -gras hingegen wuchsen weiter.

Niederschläge ab Anfang Mai bremsten weiterhin die Maisaussaat, erst Ende Mai zog der Regen aus dem Land bei bis dahin deutlich zu kühlen Temperaturen. Ab Anfang Juni erreichten die maximalen Tagestemperaturen überwiegend die 20° C-Marke, die Minimumwerte lagen kaum mehr unter 10° C. Im Mai zwischen den Regenphasen gedrillter Mais lief zunächst nicht zwingend schneller auf, wuchs im Anschluss aber schneller den aufgeführten Risiken davon. Mitte Juni erreichten die Temperaturen erstmalig 30° C, Niederschlagsereignisse nahmen ab diesem Zeitpunkt wieder zu. Die Kombination aus Wärme und Wasser nutzte der Mais ab Mitte Juni vielerorts zusehends für sich zum Wachsen. Mitte Juli zeigten viele Maisbestände zügiges Längenwachstum im satten Grün, aber auch Bestände mit sehr verhaltenem und verzetteltem Wuchs und deutlichen Blattaufhellungen waren zu sehen. Die Maispflanzen zeichneten deutlich, wenn die vorherrschenden Bedingungen nicht den Anforderungen entsprachen. Der Mais kann sehr viel erreichen, wenn zu beeinflussende Faktoren genutzt und gute Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehört auch die Sortenwahl, die immer eine Herausforderung bleibt. Frühzeitige Entscheidungen führen zu einer garantierten Lieferung des bestellten Saatgutes und der bestellten Menge. Das zeigte das vergangene Jahr, die Saatgutvermehrung brach seinerzeit unter anderem durch Dürreereignisse in Europa vielerorts ein. Restbestände waren kaum vorhanden, da Saatgutüberschüsse aus dem Vorjahr mit Mesurol gebeizt nicht mehr veräußert und ausgedrillt werden durften. Die große Auswahl an Maissorten nahm sehr schnell ab, Kompromisse mussten eingegangen werden.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 34/2021 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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