Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Die direkte Platzierung von Gülle ist besonders auf hoch mit P versorgten Flächen aufgrund der gesteigerten N- und P-Ausnutzung der in der Gülle vorkommenden Nährstoffmengen anderen Verfahren vorzuziehen. Foto: Henning Schuch

Die Bedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphor muss auch bei Silomais schriftlich durchgeführt werden. Mit Blick auf die anstehende Novelle der Düngeverordnung sollte neben einer hohen Stickstoffausnutzung erneut ein besonderer Fokus auf dem gezielten und standortgerechten Einsatz von Phosphor liegen. Im folgenden Artikel sollen daher neben der grundlegenden Bedarfsermittlung besonders die Beratungsempfehlungen, die anhand aktueller Versuchsergebnisse abgeleitet werden können, näher skizziert werden.

Die Frühjahrsmonate Februar und März waren durch durchgehend warme und sehr nasse Wetterbedingungen geprägt. Mit steigenden Bodentemperaturen und trockeneren Wetterlagen ist in den nächsten Wochen die Düngung zu Silomais zu planen.

Dabei sollte immer im Vordergrund stehen, den Düngebedarf vor dem Aufbringen von wesentlichen Nährstoffmengen standortgerecht zu ermitteln, um so den voraussichtlichen Nährstoffbedarf der Kultur während der Vegetation sicher abdecken zu können. Eine möglichst hohe Anrechenbarkeit und Ausnutzung der im Wirtschaftsdünger enthaltenen Nährstoffe wird durch Anpassungen im Düngerecht an Bedeutung gewinnen, um auch die verschärften Vorgaben der Düngeverordnung einhalten zu können.

Basis der N-Bedarfsberechnung ist das dreijährige Ertragsmittel des Betriebes. Deutlich unterdurchschnittliche Ernteergebnisse (mindestens 20 % Ertragsabweichung zum Vorjahr) können dabei einmalig berücksichtigt werden. Im folgenden Beispiel ist eine N-Bedarfsermittlung für einen betrieblichen Ertragsdurchschnitt von 415 dt FM/ ha dargestellt. Dieser Richtertrag entspricht nach Angaben des Statistikamtes Nord beziehungsweise laut Deutschem Maiskomitee (DMK) dem durchschnittlichen Ertragsniveau Schleswig-Holsteins (siehe Tabelle).

In der DüV wird ein N-Bedarfswert von 200 kg N/ha für ein Basisertragsniveau von 450 dt/ha FM vorgegeben. Weicht der langjährige betriebsindividuelle Ertrag von diesem Basis­ertrag ab, ist eine entsprechende Bedarfskorrektur durchzuführen. Je 50 dt FM/ ha Ertragsdifferenz zum Basisertragsniveau sind Höchstzuschläge von 10 kg N/ha beziehungsweise Mindestabschläge von 15 kg N/ha anzusetzen.

Beim weiteren Vorgehen müssen, ausgehend vom ermittelten N-Bedarfswert, N-Abschläge für Vor- beziehungsweise Zwischenfrüchte, für den Humusgehalt des Bodens, den Nmin-Wert aus 0 bis 90 cm Bodentiefe und für die organische Düngung des vorherigen Kalenderjahres berücksichtigt werden. Liegen auf dem Betrieb keine betriebseigenen Nmin-Analyseergebnisse für die angedachten Silomaisflächen vor, können die Ergebnisse der zweite Messreihe des Nitratmessdienstes der Landwirtschaftskammer für die Berechnung des N-Düngebedarfes herangezogen werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 13/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.