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Auf Flächen, die innerhalb der N-Gebietskulisse liegen, ist nach Inkrafttreten der novellierten Düngeverordnung keine N-Herbstdüngung mehr zu Wintergerste erlaubt. Dies gilt auch für die N-Düngung zu Zwischenfrüchten ohne Futternutzung und zu Winterraps (Nmin-Gehalt im Boden über 45 kg N/ha). Foto: Dr. Lars Biernat

Seit geraumer Zeit wird seitens der Bundesregierung an einer Neufassung der Düngeverordnung gearbeitet. Meldungen deuten nun auf eine zeitnahe Umsetzung hin. In diesem Zusammenhang wurde zum 20. Dezember 2019 ein Referentenentwurf zur Düngeverordnung erstellt und übersandt, welcher sich derzeit in der Verbandsanhörung befindet.

Mit der Vorlage des Verordnungsentwurfes zur Anpassung der Düngeverordnung (DüV) soll den Kritikpunkten der Europäischen Kommission hinsichtlich der ungenügenden Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie Rechnung getragen werden. Der Entwurf dokumentiert klar, dass die in vorherigen Artikeln, Vorträgen und auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer dargestellten Maßnahmen im Wesentlichen umgesetzt werden sollen. Die Wirkungen einer erneuten Anpassung des Düngerechts werden die Betriebe und Regionen im Land unterschiedlich stark betreffen, wobei der größte Anpassungsdruck auf den sogenannten roten Gebieten der N-Gebietskulisse lasten wird.

Die Landwirtschaftskammer weist darauf hin, dass im Rahmen des abschließenden Prüfverfahrens, auch im Bundesratsverfahren, mögliche Anpassungen des Verordnungsentwurfes nicht auszuschließen sind. Aufgrund der Vielzahl von Änderungen der Verordnung sieht sich die Kammer in der Pflicht, die Betriebe weiterhin für die geforderten Neuerungen zu sensibilisieren. Als Offizialberatung wird sie den Weg der landwirtschaftlichen Praxis auch künftig intensiv begleiten.

Umfangreiche Informationen rund um die Düngung finden Sie auf der Hompage der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 04/2020 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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