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Fast alle 1.100 Stühle im Rendsburger Bullentempel waren besetzt. Parallel verfolgten in der Spitze 560 Personen den Livestream der Veranstaltung im Internet. Foto: Julian Haase

Voraussetzung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland ist, dass die Gesellschaft die Art und Weise der Lebensmittelproduktion nicht nur akzeptiert, sondern auch unterstützt. Damit das gelingt, hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) den Deutschen Bauernverband (DBV) und "Land schafft Verbindung" (LsV) beauftragt, ein Konzept für eine Zukunftskommission Landwirtschaft zu erarbeiten. Als Grundlage für den norddeutschen Beitrag dienen die Ergebnisse des Zukunftsforums Landwirtschaft, das am Mittwoch auf Einladung der Bauernverbände Schleswig-Holstein (BVSH) und Hamburg (BVHH) sowie LsV in Rendsburg stattfand.

"Eine Agrarwende kann nur geleistet werden, wenn festgelegt ist, was das ist", betonte BVSH-Präsident Werner Schwarz. Er eröffnete die Diskussion mit drei Fragen:

  • Hat Deutschland ein Leitbild für die Zukunft der Landwirtschaft, und wenn ja, wer vertritt dieses?
  • Gibt es Zielgrößen für eine bäuerliche Landwirtschaft?
  • Welche Verlässlichkeit benötigen Landwirte?

Aus seiner Sicht bildet die soziale Marktwirtschaft die Grundlage für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Aber auch das Image der Agrarbranche gelte es zu verbessern. Innerhalb einer Generation hätten es gewisse Kräfte geschafft, dass "Stall" für Massentierhaltung stehe. "Wir brauchen die Begriffshoheit zurück", unterstrich Schwarz. Viele Menschen seien jedoch nicht willens, komplexe Dinge aufzunehmen, wenn sie davon nur am Rande betroffen seien. Seine Schlussfolgerung: "Wir müssen leicht verständlich erklären."

Mehr Wertschöpfung sei nur möglich, wenn eine gesellschaftliche Bewegung entstehe, die mehr Wertschätzung für heimische Lebensmittel entwickle. Schwarz wies darauf hin, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für eine "Roadshow" zur Landwirtschaft in einigen deutschen Großstädten 70 Mio. € in die Hand nehmen wolle. "Das ist völliger Quatsch", kritisierte der BVSH-Präsident. Landwirte brauchen seiner Einschätzung nach eine viel breiter angelegte Kommunikationsstrategie. Dafür könne LsV einiges leisten. Auch über die Verwendung des Budgets, das nach der Abwicklung der CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) übrig geblieben sei, könne in diesem Zusammenhang diskutiert werden.

Einen Videomitschnitt der Veranstaltung in voller Länge finden Sie hier.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 02/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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