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Wiedervernässte Moore können als Paludikultur, zum Beispiel zum Anbau von Schilf für Dachreet, genutzt werden. Foto: Imago

Nicht nur auf Landesebene bekommt der Bereich Moorschutz insbesondere im Hinblick auf den Klimaschutz eine größere politische Bedeutung. Das Bundesumweltministerium (BMU) hat Ende vergangenen Jahres ein Diskussionspapier "Moorschutzstrategie der Bundesregierung" zur Beteiligung vorgelegt. Dieses Papier ist allerdings noch nicht innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.

Das BMU setzt mit dem Diskussionspapier eine Vereinbarung aus dem aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD um. Beginn der Maßnahmenumsetzung soll laut Koalitionsvertrag noch in dieser Legislaturperiode sein. Der Bauernverband Schleswig-Holstein (BVSH) hat sich über den Deutschen Bauernverband (DBV) mit einer Stellungnahme eingebracht.

In der Moorschutzstrategie wird festgehalten, dass Moore einzigartige Lebensräume für hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten sind und neben der regulierenden Wirkung im Wasser- und Nährstoffhaushalt auch ein Langzeitspeicher für Kohlenstoff. Ihre Schädigung kann sich gravierend auf das Klimasystem auswirken. Neben dem Schutz intakter Moore bilden daher die Wiederherstellung und die nachhaltige Bewirtschaftung entwässerter Moorböden ein zentrales Thema der Moorschutzstrategie.

In Deutschland sind 92 % der Moore entwässert und verursachen mit zirka 47 Mio. t CO2-Äquivalenten (CO2-äq) einen Anteil von etwa 5,3 % der gesamten deutschen Treibhausgas (THG)-Emissionen. Der weit überwiegende Teil (83 %) dieser Emissionen resultiere aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, so das BMU.

Diese Zahlen verdeutlichen die Klimarelevanz der Moore und damit auch die politische Relevanz in der weiteren Klimaschutzdiskussion. Diese Relevanz wurde auch bereits bei weiteren Strategien und Programmen der Bundesregierung erkannt und festgehalten, beispielsweise in der Nationalen Biodiversitätsstrategie oder dem Klimaschutzprogramm 2030.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 3/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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