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Syngenta Agro-Geschäftsführer Dr. Manfred Hudetz Foto: Dr. Robert Quakernack

Zum Einfluss des Mutterkonzerns ChemChina, zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Produktverfügbarkeit und den Rahmenbedingungen im deutschen Ackerbau äußerte sich Dr. Manfred Hudetz, Geschäftsführer von Syngenta Agro, im Interview mit dem Bauernblatt.

Gibt es grundsätzliche Veränderungen in der Unternehmenskultur nach der Übernahme durch ChemChina 2017?

Dr. Manfred Hudetz: Bei der Übernahme wurde gesagt: "Syngenta bleibt Syngenta". Das ist auch so eingetroffen, sowohl was unsere Forschungsschwerpunkte angeht als auch unsere Investitionen. Das globale Syngenta Headquarter ist nach wie vor in Basel.

Verschafft Ihnen Ihr chinesischer Mutterkonzern in der Corona-Krise womöglich einen Vorteil in Bezug auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen?

Natürlich produziert Syngenta auch in China. Wir haben unsere Werke dort nach internationalen Standards errichtet. Vor ungefähr zwei Jahren gab es dann Einschnitte, vor allen bei den chinesischen Produktionsanlagen, als dort Gesetze zur Luftreinhaltung kamen. Viele Firmen, die nicht nach den Standards produzierten, wurden geschlossen. Entsprechend können wir aber ohne Probleme weiterproduzieren. Wenn wir jetzt auf das kommende Frühjahr schauen, sind wir sehr wohl gerüstet. Die Produkte, die hier gebraucht werden, sind schon in Europa beziehungsweise in Deutschland. Was in einem halben Jahr oder in einem Jahr ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Es gibt da jetzt natürlich generell Turbulenzen im Transport. Entscheidend wird sein, wie lange die Corona-Krise noch dauert.

Welche Auswirkungen erwarten Sie mit Blick auf die Ackerbau­strategie der Bundesregierung und den Green Deal der EU im Bereich Pflanzenschutz?

Wir denken, dass Pflanzenschutz nach wie vor wichtig ist. Die Herausforderung ist immer noch, dass die Weltbevölkerung wächst und ernährt werden muss. Und wenn wir hier unsere Produktionsintensität deutlich reduzieren, dann wird sie anderswo ausgebaut. Dennoch ist die Frage, wie wir produzieren, sehr wichtig. Deshalb haben die im Industrieverband Agrar zusammengeschlossenen Pflanzenschutz­unternehmen eine Reihe von Vorschlägen zur Ackerbaustrategie gemacht, zum Beispiel zu Gewässerrandstreifen. Auch das Thema der Erweiterung von Fruchtfolgen mit neuen Kulturen haben wir eingebracht. Die Sojabohne wäre zum Beispiel eine Option. Allerdings brauchen wir dazu auch die nötigen Betriebsmittel - Herbizide und Saatschutzmittel - und funktionierende Absatzmärkte. Mit der Entwicklung moderner Applikationstechniken lassen sich viele Probleme beheben. Für die Zukunft brauchen wir deshalb eine bessere digitale Infrastruktur. Mit Blick auf die Ackerbaustrategie bin ich dafür, nicht mit Verboten zu arbeiten, sondern machbare Wege aufzeigen, wie man den Pflanzenschutzeinsatz nachhaltiger gestalten kann. Und natürlich sollte dabei die deutsche mit der europäischen Politik harmonisiert werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 12/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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