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Offen gelassene Durchgänge erhöhen das Risiko für eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest im Wildschweinebestand. Foto: Imago

Während der parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Uwe Feiler, bei einem Vor-Ort-Termin im Brandenburger Seuchengebiet vergangene Woche noch gute Fortschritte im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) konstatierte, besteht anscheinend aus Sicht anderer Akteure und Betroffener in der Region noch deutliches Verbesserungspotenzial.

Wie aus Regierungskreisen verlautete, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) deshalb Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) in einem Schreiben ausdrücklich um eine bessere Koordination der Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen gebeten. Klöckner beruft sich dabei auf Kritik von "unterschiedlichen Seiten", nach der sich die verschiedenen Ressorts in Brandenburg nicht gut miteinander abstimmten.

Zudem bestünden in verschiedenen Punkten Defizite. So werde von zerstörten Wildschweinbarrieren und offenen Durchgängen in den von ASP betroffenen Gebieten berichtet. Im Landkreis Märkisch-Oderland hätten Landwirte zudem moniert, dass munitionsbelastete Böden die Errichtung von Wildzäunen enorm behinderten. Die Ministerin erinnert Woidke deshalb daran, dass die Anstrengungen der Behörden bei ASP-Prävention und -Bekämpfung, aber auch die Sensibilisierung der Bevölkerung vor Ort deutlich intensiviert werden müssten. Dies sei von "größter Bedeutung", wolle man den Übergriff der Afrikanischen Schweinepest auf andere Bundesländer verhindern, betont Klöckner. Sie bat Woidke, er möge sich in seiner Funktion als Ministerpräsident in die Brandenburger Seuchenbekämpfung "einschalten".

Bejagung trotz Notbremse

Bei einem Treffen mit Vertretern der für die Seuchenbekämpfung zuständigen Brandenburger Ressorts hatte Staatsekretärin Beate Kasch am 23. April in der doppelt umzäunten Weißen Zone im Landkreis Oder-Spree klargestellt, dass Bund, Länder und Kommunen genauso gefragt seien wie die Landwirte, Jäger und jeder Bürger. Sie wies außerdem darauf hin, dass auch Touristen, Radfahrer und Spaziergänger ihren Beitrag leisten könnten, indem sie Umzäunungen beachteten, beim Durchqueren die Tore wieder schlössen und mitgebrachte Lebensmittel nicht unachtsam entsorgten.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 17/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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