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Marlen Biß, Walter Lausen (li.) und Kasper Thormod Nielsen (r.) erklären Minister Jan Philipp Albrecht das Klimacheck-Programm von Arla. Foto: Dr. Robert Quakernack

Für die Teilnahme am Klimacheck-Programm der Meierei Arla erhalten Genossenschaftsmitglieder 1 ct/kg Milch extra. Welche Bedingungen dafür zu erfüllen sind, erklärte Landwirtin Marlen Biß aus Ruhwinkel, Kreis Plön, bei einem Besuch von Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Mittwoch.

Ein Faktor ist die Tiergesundheit. "Unsere Kühe sollen älter werden", berichtete Biß. Je älter die Tiere würden, desto besser sei ihre Klimabilanz, da sie in den ersten zwei Lebensjahren schließlich noch keine Milch produzierten. Die Grundlage für hohe Langlebigkeit werde in der Kälberaufzucht gelegt, so Biß. "Auch aus emotionalen Gründen will ich die Tiere so lange wie möglich im Betrieb halten", betonte die Jungbäuerin. Sie habe Bezug zu jedem einzelnen Tier.

Auf dem Betrieb, den sie gemeinsam mit ihren Eltern führt, hält sie 80 Milchkühe plus Nachzucht. Von den 84 ha Betriebsfläche sind 35 ha Dauergrünland. Die Wirtschaftsdüngerausbringung auf ihren Flächen hat sie auf emissionsarme Schleppschuhtechnik umgestellt. Das verringere Stickstoffverluste durch Ammoniakemission.

An das Einsparpotenzial bei der Düngermenge will sich Biß "langsam herantasten". Denn vor allem die ersten Grünlandschnitte sollen nicht schwächer ausfallen. Die Futterqualität spiele eine große Rolle. Durch die Investition in ein Parallelfahrsystem ließen sich Überlappungen bei den Feldüberfahrten nun besser vermeiden.

Für den Klimacheck gebe sie viele Betriebs- und Managementdaten per Tablet in ein Auswertungstool ein, was Vergleiche mit anderen Arla-Betrieben ermögliche. Laut Arla-Kommunikationsdirektor Kasper Thormod Nielsen nehmen von 270 Arla-Betrieben in Schleswig-Holstein schon 235 am Klimacheck-Programm teil. Arla-Aufsichtsratsmitglied Walter Lausen unterstrich: "Das Programm ist kein Marketing-Gag." Die Initiative, den CO2-Fußabdruck auf den Betrieben zu senken, komme von den Bauern selbst.

Albrecht lobte das Engagement der Genossenschaft für mehr Klimaschutz. "Das System muss Schule machen", so der Minister. In Zukunft brauche es ein einheitliche Kennzeichnung des Klimafußabdrucks. Die CO2-Bepreisung werde diesen Prozess beschleunigen. Mehr Informationen zum Arla-Programm: arlafoods.de

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