Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Klaus-Peter Lucht, Gerd Stoltenberg und Daniel Günther (v. li.) sehen im Schutz von Pflanzen und Gewässern keinen Widerspruch. Foto: Dr. Robert Quakernack

Technikbegeistert zeigte sich Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) vergangene Woche Freitag auf dem Brüninghof in Hoffeld, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Im Rahmen seiner Sommerreise besuchte Günther den Betrieb von Gerd Stoltenberg, der sich auf Dienstleistungen im Bereich des Pflanzenschutzes spezialisiert hat.

Der Ministerpräsident informierte sich, wie die politischen Ziele zur Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes in der Praxis erreicht werden können. Stoltenberg berichtete: "Es soll mehr gehackt werden. Teilweise wird konventioneller Pflanzenschutz auch mit der Hacke kombiniert." Diese Art der Kombination nennt sich Hybridlandwirtschaft. Problematisch sei dabei, wenn beim Hacken zu viel Staub aufgewirbelt werde. Für das Hacken werde zudem deutlich mehr Arbeitszeit benötigt. Grundsätzlich gehe die Entwicklung im Pflanzenschutz zu immer höherer Effizienz. Ein umweltschonendes und mittelsparendes Ausbringverfahren sei beispielsweise die Bandspritzung.

In die Erkennung von Unkräutern und Ungräsern durch Sensoren werde vonseiten der Hersteller viel investiert. Aber auch in der Drohnenapplikation, zum Beispiel gegen Ackerfuchsschwanz, sieht Stoltenberg großes Potenzial. Dieses Verfahren sei jedoch in Deutschland bislang nur für den Weinbau zugelassen.

Günther sagte zu, sich für ein Drohnenprojekt in Schleswig-Holstein einzusetzen, damit diese Art der Applikation auch im klassischen Ackerbau mehr zur Anwendung kommen könne. Er verkündete zudem, dass die Gewässerschutzberatung für Landwirte in Schleswig-Holstein ab sofort auf das ganze Land ausgedehnt werde und nicht mehr auf die bisherigen Beratungsgebiete beschränkt sei.

Mit der Betriebsbesichtigung in Hoffeld will Günther zeigen, wie groß die Bedeutung des Umweltschutzes für die Landwirtschaft mittlerweile sei. Die Gesellschaft habe häufig den Eindruck, dass die Landwirtschaft bei Umweltthemen politisch getrieben werden müsse. "Aber das Gegenteil ist der Fall", betonte der Ministerpräsident.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 32/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben