Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Wie steht es um den Erhaltungszustand des Wolfs? Das soll jetzt eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ermitteln. Foto: Imago

Die im Rahmen der digitalen Umweltministerkonferenz (UMK) zum Wolf gefassten Beschlüsse werden viele Weidetierhalter kaum zufriedenstellen. Die Ressortchefs der Länder verständigten sich vergangene Woche Freitag auf eine Stärkung des Senckenberg-Forschungsinstituts als nationales Referenzlabor für genetische Analysen von Wölfen, die unter anderem durch Einbindung anderer Institute erfolgen soll.

Darüber hinaus plädierte die UMK für die Einrichtung einer länderoffenen Bund-Länder-Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatssekretäre, die Werte für die Parameter eines günstigen Erhaltungszustandes des Wolfs ermitteln und bestimmen soll. Ergebnisse sollen bei der nächsten Umweltministerkonferenz im Frühjahr 2021 vorgelegt werden.

Zuvor hatten die im Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) organisierten Verbände ihre Forderung nach einem aktiven Bestandsmanagement des Beutegreifers mit Hinweis auf den rasant wachsenden Bestand bekräftigt. In einem Zehn-Punkte-Programm, das im Vorfeld der UMK vorgelegt wurde, verlangen sie unter anderem, dass alle Bundesländer jetzt in Wolfsverordnungen eine aktive Regulierung des Bestandes ermöglichen und den Wolf sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene in das Jagdrecht aufnehmen. Der Bund müsse dazu den vorhandenen Spielraum in Artikel 16 der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie vollständig umsetzen.

Die Verbände weisen darauf hin, dass Risse durch Wölfe exponentiell zunähmen und die Prävention bereits jetzt finanziell und praktisch an ihre Grenzen stoße. Die Politik sei deshalb gefordert, endlich den Rechtsrahmen für ein aktives Wolfsmanagement zu schaffen. Ungeachtet dessen scheiterte vorige Woche ein Versuch des niedersächsischen Landtags, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Das Bundesumweltministerium erteilte diesem Ansinnen mit Hinweis auf verfassungsrechtliche Bedenken eine Absage.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 47/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben