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Die GAP-Reform und deren Umsetzung auf Landesebene war eines von vielen Themen beim Landeshauptausschuss des Bauernverbandes Schleswig-Holstein. Foto: Mechthilde Becker-Weigel

Einen Ritt durch die aktuellen Themen der Agrarpolitik machten die Mitglieder und Gäste des Landeshauptausschusses des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH) gemeinsam mit BVSH-Präsident Werner Schwarz und Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Mittwoch in der Deula-Halle. Dabei forderte Schwarz den Minister auf, die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Dialogprozess aktiv voranzutreiben.

Werner Schwarz kam direkt zur Sache und filetierte vor Albrecht und den gut 100 Teilnehmern des Landeshauptausschusses die gerade beschlossene Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und die Umsetzungen auf Landesebene. Ein Grundproblem für Schwarz ist, dass Auflagen nicht einheitlich in der gesamten EU umgesetzt werden. Für Schleswig-Holstein rief er die Biotopverordnung zum Knick in Erinnerung und das Grünlanderhaltungsgesetz. Auch auf Bundesebene habe man ohne Abstimmung mit Brüssel die Auflagen für die Landwirtschaft erhöht. Das trage dazu bei, dass gestiegene Kosten nicht mehr durch höhere Effizienz kompensiert werden könnten. Obwohl die Landwirte in Schleswig-Holstein an einem Gunststandort wirtschafteten, hätten sie die Kostenführerschaft verloren und kämpften jetzt gegen Wettbewerbsnachteile. Das habe zum Strategiewechsel der Landwirtschaft beigetragen.

Dialogprozess für die Landwirtschaft

Auf der Suche nach Lösungen hatte der BVSH dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck (Grüne) einen Pakt für Landwirtschaft, Klima und Umwelt vorgeschlagen. Daraus sei der von Minister Albrecht initiierte Dialogprozess für die Zukunft der Landwirtschaft entstanden. Der Landwirtschaft ginge es darum, mit allen gesellschaftlichen Gruppen über die Zukunft der Branche zu sprechen und zwei Fragen zu klären: Was die Gesellschaft künftig von der Landwirtschaft erwartet und wie diese Vorstellungen realisiert und finanziert werden können. Ergebnis des Dialogprozesses ist, dass die Landwirte für zusätzliche Nachhaltigkeitsleistungen honoriert werden müssen. Wenn keine Honorierung über den Markt möglich ist, müssten alternative staatliche oder wirtschaftsgetragene Systeme entwickelt werden. Dieses Resultat bezeichnete Schwarz als wenig überraschend. Zu diesen Aussagen kam auch die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), die auf Bundesebene tagte.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 35/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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