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Eine traditionelle Nutzung nasser Hoch- und Niedermoore ist der Anbau von Schilf für Dachreet. Foto: H. Dietrich Habbe

Moorböden sind in Schleswig-Holstein für rund 10 % der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Nicht zuletzt deshalb rücken die organischen Böden in puncto Klimaschutz verstärkt in den politischen Fokus. Der Vorstand des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH) hat daraufhin beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich mit dem Moorschutz und der Landwirtschaft näher befassen und ein Positionspapier des Berufsstandes entwerfen soll.

Diese Arbeitsgruppe aus Landwirten traf sich virtuell, um sich zunächst mit den wissenschaftlichen und politischen Grundlagen vertraut zu machen. In einer weiteren Onlineveranstaltung wurden alternative Moornutzungen vorgestellt.

Der Moorschutz wird mittlerweile auf allen politischen Ebenen als Klimaschutzmaßnahme diskutiert, wie Dr. Lennart Schmitt, Leiter der BVSH-Umweltabteilung, sowie die BVSH-Umweltreferentinnen Frederike Böttger und Dr. Susanne Werner darstellten. Auf EU-Ebene findet der Moorschutz indirekten Eingang in den Green Deal, aber auch in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wird er stärker verankert, beispielsweise durch den neuen GLÖZ-2-Standard (GLÖZ = guter landwirtschaftlicher und ökologischer Zustand) "Angemessener Schutz von Feuchtgebieten und Torfflächen", mit dem humusreiche Böden besser geschützt werden sollen.

Auf Bundesebene befindet sich der Entwurf einer Moorschutzstrategie des Bundesumweltministeriums (BMU) in der Ressortabstimmung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). Einen ersten Entwurf hatte das BMU im Dezember der Öffentlichkeit vorgelegt. In dem Strategiepapier stecken ambitionierte Ziele. So sollen die THG-Emissionen von land- und forstwirtschaftlich genutzten Moorböden bis 2030 um 5 Mio. t CO2-Äq reduziert werden. Dieses soll in Kooperation mit den Landwirten durch freiwillige Maßnahmen erreicht werden. Gleichzeitig soll aber auch der bestehende Rechtsrahmen überprüft und in Teilen angepasst werden.

Auf Landesebene liefert das Programm "Biologischer Klimaschutz" (BIK) den Rahmen, mit dem durch Wiedervernässungsmaßnahmen von Moorböden 700.000 t CO2-Äq bis 2030 eingespart werden sollen. Für die Zielerreichung soll das Wassermanagement von Flächen im Besitz der Stiftung Naturschutz optimiert werden und auf zusätzlich zirka 8.000 ha eine Wiedervernässung erfolgen beziehungsweise die Nutzungs- und Vernässungsrechte erworben werden.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 14/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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