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Britta Gottburg (li.) und Dr. Cordelia Wiebe informieren Minister Albrecht über die Aktivitäten im Naturschutzgebiet Obere Treenelandschaft.

Auf 45 ha offener Weidelandschaft bewegt sich eine bunte Rinderherde. Bei hohen Temperaturen halten sich die Tiere gerne in der Nähe von Gewässern auf. Fotos: Dr. Robert Quakernack

Naturwälder, wiedervernässte Hochmoore, Trockenrasen, Feuchtgrünland und Heide – von der Landschaftsvielfalt und dem Artenreichtum im Naturschutzgebiet Obere Treenelandschaft, Kreis Schleswig-Flensburg, überzeugte sich vergangene Woche Freitag Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne).

"Die Leistung, die hier für den Naturschutz erbracht wird, ist sichtbar", konstatierte Albrecht bei seinem Besuch. Er zeigte sich von der Entwicklung der verschiedenen Naturräume beeindruckt, in denen ganz unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz kommen.

"Im Naturwald Fröruper Berge geht es uns um Prozessschutz", erklärte Dr. Cordelia Wiebe, Geschäftsführerin der im Naturschutzgebiet engagierten Schrobach-Stiftung. Ziel sei ein naturnaher Wald, der nicht bewirtschaftet werde und sich auf natürliche Weise verjüngt.

Vor den 1998 gestarteten Umbaumaßnahmen habe der Fichtenanteil in den Fröruper Bergen rund 50% betragen. Im Kernbereich sei nun seit mehr als fünf Jahren nicht mehr eingegriffen worden und damit ein Wildnisgebiet entstanden. "In den äußeren Gebieten passen wir auf, dass sich weder Amerikanische Traubenkirschen noch Fichten ausbreiten", erläuterte Wiebe.

Zum Naturschutzgebiet zählen auch Feuchtwiesen und wiedervernässte Moore. "Die Moorgebiete sind ein optimales Habitat für Ringelnattern, Kreuzottern und Moorfrösche", berichtete Britta Gottburg, Geschäftsführerin des Naturschutzvereins Obere Treenelandschaft. Auch zahlreiche Libellen wie die Hochmoormosaikjungfer seien im Gebiet beheimatet. Ein Naturschutzziel sei die Neubildung der früher teils abgetorften Hochmoore, was durch Nährstoffarmut begünstigt wird. Die Einträge der vielfältigen und üppigen Vogelpopulationen langsamten jedoch die Neubildung, so Gottburg.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 32/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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