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Schäfermeister Michael Dohrn beim abendlichen Füttern. Foto: Julian Haase

Etwa 1.000 Mutterschafe hält Schäfermeister Michael Dohrn auf seinem Betrieb in Friedrichskoog, Kreis Dithmarschen. Seit erneut ein Wolf in der Region zahlreiche Schafe gerissen hat, brachte er einen Teil seiner Herde im Stall unter. Von der Politik fühlt er sich allein gelassen. Die vom Land auf Antrag bereitgestellten Herdenschutzzäune könne Dohrn ohne zusätzliche Arbeitskräfte nicht aufstellen. Bei aller Emotionalität versucht er der Problematik sachlich zu begegnen – und lädt Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) zu sich auf den Betrieb ein.

"Den Antrag auf einen Zaun vom Land brauchen wir nicht zu stellen. Das Aufstellen können wir gar nicht leisten", sagt Michael Dohrn mit einer Mischung aus Verärgerung und Enttäuschung. Der Zaun selbst werde nach EU-Recht vom Land bezahlt, der Aufbau hingegen nicht. Genau das sei aber das Problem. Dohrn züchtet und hält Schafe der Rassen Schwarzkopf, Charollais und Suffolk. Zwei geringfügig Beschäftigte unterstützen ihn und seinen Vater bei der Arbeit. Auf rund 260 ha Grünland, von denen 25 ha Eigenland sind, weiden seine Tiere im sogenannten Wolfspräventionsgebiet. Urlaubern zeigt er gern seinen Betrieb und versucht, ihnen Schäferei und Landwirtschaft näherzubringen.

Auf der Winterweide hält Dohrn mehrere Gruppen von etwa 50 Tieren, die eine Fläche von jeweils zirka 6 ha benötigen. Ohne Quad wäre der Auf- und Abbau schon jetzt unmöglich: "Das ist bei diesen Flächenstrukturen von Hand einfach nicht leistbar", sagt er. Nach wenigen Tagen erfolgt der Umzug auf eine neue Weide. Jede Stunde, die in die Arbeit an den Zäunen investiert werde, fehle woanders. Zwei volle Arbeitskräfte bräuchte Dohrn zusätzlich, um alle Zäune nach den Vorgaben des Landes auf- und wieder abzubauen. Hinzu kommen Instandhaltungsarbeiten oder das Freischneiden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 01/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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