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Ministeriumsmitarbeiter Dr. Johannes Oelerich (li.) und Minister Jan Philipp Albrecht informierten über die anstehende Helcom-Konferenz in Lübeck. Foto: Dr. Robert Quakernack

Die Anrainerstaaten der Ostsee sind seit 1974 in der Helsinki-Kommission (Helcom) organisiert, um Maßnahmen zum Schutz des Binnenmeeres zu koordinieren. Aktuell haben Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern den Vorsitz und laden die Helcom-Mitglieder Ende Oktober nach Lübeck ein, um dort einen neuen Ostsee-Aktionsplan zu beschließen. Die für das Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund) wichtigsten Punkte stellte Minister Jan Philipp Albrecht (Grüne) vergangene Woche vor.

"Eine grundlegende Herausforderung ist, dass zu viele Nährstoffe über das Land eingetragen werden", stellte Albrecht heraus. Den Nährstoffeintrag zu verringern sei daher die Hauptaufgabe, obwohl der Trend mittlerweile positiv sei. Der Informationsaustausch über Helcom sei "Gold wert". So sei dadurch bereits zum Beispiel das "Best-Practise-Beispiel" Modellregion Schlei entstanden.

Neben den Nährstoffeinträgen spielten aber auch andere Themen wie Müll oder Unterwasserlärm eine Rolle. Helcom-Beschlüsse seien völkerrechtlich verbindlich. Es gelte jedoch das Einstimmigkeitsprinzip, so Albrecht.

Nach Ministeriumsangaben stammte der erste Ostsee-Aktionsplan aus dem Jahr 2007. Die Umweltziele seien mit mittlerweile 199 Maßnahmen angegangen worden. Schleswig-Holstein habe als Land zwischen den Meeren ein vitales Interesse an einem ambitionierten Schutz der Meeresumwelt in der Ostsee. Das Melund wolle darauf achten, dass die Umsetzung des Aktionsplans weitestmöglich im Einklang mit den verbindlichen Zielen der EU-Richtlinien erfolgt.

Für Schleswig-Holstein seien folgende Herausforderungen beim Schutz der Ostsee hervorzuheben: Eutrophierung (Überdüngung): Der Aktionsplan enthält 36 Maßnahmen, die eine Reduktion der Nährstoffeinträge in die Ostsee durch die Anrainer zum Ziel haben. Schleswig-Holstein will mit der Modellregion Schlei vorstellen, wie die Reduktion von Nährstoffeinträgen unter Integration der Belange der Landwirtschaft umgesetzt werden kann.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 41/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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