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Ein gezielter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sichert gesunde Bestände. Foto: Landpixel

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist 2019 in Deutschland auf einen langjährigen Tiefstand gesunken. Wie aus dem am Mittwoch vergangener Woche von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) vorgestellten Jahresbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Absatz von Pflanzenschutzmitteln hervorgeht, sank die Wirkstoffmenge der verkauften Mittel im Inland im Vergleich zu 2018 ohne inerte Gase um 6,7 % auf 27.009 t. Eine ähnlich geringe Menge war in Deutschland zuletzt im Jahr 2001 veräußert worden.

BVL-Präsident Friedel Cramer bezeichnete den tendenziellen Absatzrückgang der Pflanzenschutzmittel bei der Vorstellung des Jahresberichts als "sehr erfreulich". Schwankungen zwischen einzelnen Jahren deuten für ihn darauf hin, dass die Notwendigkeit des chemischen Pflanzenschutzes auch von der Witterung abhängt und die Landwirte dem Rechnung tragen. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Unbedenklichkeit von Pflanzenschutzmitteln seien die Mittel mit den Jahren immer besser geworden, erklärte Cramer.

Vor diesem Hintergrund warnte Klöckner davor, bei den Pflanzenschutzmitteln pauschal von "Ackergiften" zu sprechen. Die Erzeugung von Lebensmitteln als Hauptaufgabe der Landwirtschaft sei oft nur mit chemischen Mitteln sicherzustellen. Dabei müsse der Schutz der Biodiversität und von Insekten selbstverständlich sichergestellt sein, stellte die Ministerin klar. Die Benennung von Zielkonflikten und die Abschätzung der Folgen des Verzichts auf chemische Mittel gehörten jedoch ebenfalls dazu.

"Unser Ziel ist, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln immer weiter zu reduzieren und gleichzeitig Ernten zu sichern", erläuterte Klöckner. Grundlegendes Prinzip sei dabei "so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich, so viel wie nötig", sagte die CDU-Politikerin. Die aktuellen Zahlen und auch der Trend der vergangenen Jahre zeigten, dass "wir hier auf einem guten Weg sind".

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 34/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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