Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Matthias Gülck (r.) erläuterte Minister Albrecht, wie die Haltung der insgesamt rund 720 Legehennen in drei Hühnermobilen funktioniert. Foto: Sabine Kolz

Um sich über die praktische Umsetzung der Vertragsnaturschutzmaßnahme "Ackerlebensräume – Bienenweide" zu informieren, besuchte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) vergangene Woche Donnerstag den Hof Gülck in Bilsen, Kreis Pinneberg.

Betriebsleiter Matthias Gülck bewirtschaftet konventionell zirka 150 ha. Bis vor einem Jahr gehör­ten noch etwa 100 Milchkühe zum Hof. "Die haben wir, wenn auch schweren Herzens, abgeschafft", erzählt Gülck. Grund war weniger der finanzielle Aspekt, sondern der hohe bürokratische Aufwand. "Ich hatte einfach keine Lust mehr. Rückblickend war es die richtige Entscheidung. Es arbeitet sich jetzt viel entspannter." Die Dokumentationspflichten durch verschiedene Verordnungen würden für Landwirte immer umfangreicher, kritisierte Gülck.

Quecke wuchert

Ein weiteres Ärgernis ist für ihn das Ergebnis der Vertragsnatur­schutzmaßnahme "Ackerlebens­räume – Bienenweide", für die Gülck 5 ha Land angemeldet hat und entsprechend bewirtschaftet. "Das ist auf fünf Jahre ausgerichtet und jedes Jahr bekommt man Saatgut, das immer auf derselben Fläche ausgesät wird", erklärt der Landwirt. Auf dieser Fläche blühe allerdings nichts mehr. Beikräuter wie die Quecke hätten sich ausgebreitet und die bienenfreundlichen Blühpflanzen verdrängt. "Ich kriege das Land ja gar nicht wieder urbar", macht sich Gülck zudem Gedanken über die weitere Nutzung. "Wenn ich egge, reiße ich die Rhizome auseinander und die Pflanze breitet sich noch schneller aus." Es müssten also mehrere Arbeitsgänge mit der Egge sein, was weder umweltfreundlich noch wirtschaftlich sei. Gülck sprach mit seinem Bürgermeister Peter Lehnert (CDU), der dann den Austausch mit Albrecht initiierte.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 33/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben