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Mitglieder der Landjugend Wesselburen trugen die Erntekrone in die reichgeschmückte Kirche. Foto: Sabine Kolz

Das Landeserntedankfest in Wesselburen, Kreis Dithmarschen, stand ganz im Zeichen der Landwirtschaft. Die St. Bartholomäus-Kirche war von den LandFrauen im Kreis Dithmarschen geschmückt worden. Der Musikzug Blau-Weiß Wesselburen begrüßte die Gäste mit eher weltlicher Musik, bevor die Ehrengäste in die Kirche einzogen.

"Wir haben drei Gründe zum Feiern", stellte Pastor Klaus Struve klar. Es sei Sonntag, Erntedank und der Tag der Deutschen Einheit. Die Landjugend Wesselburen trug beim Einzug in die Kirche die Erntekrone. Sina Kruse und Kai Eggers, Vorsitzende der Landjugend Wesselburen, erhielten Applaus für ihre Ausführungen über moderne Landwirtschaft, Tierwohl, Düngung und Vermarktung zu reellen Preisen. "Verbraucher sein, das ist nicht schwer – Landwirt sein dagegen sehr." Was gerade die jungen Landwirtinnen und Landwirte brauchten, sei längerfristige Planungssicherheit. "Hier wünschen wir uns seitens der Politik, aber auch seitens der Verbraucher mehr Stärkung."

Auch Bischof Gothart Magaard stellte sich auf die Seite der Landwirte. "Der Markt fordert nicht nur gute, sondern günstige Produkte, aber der Schutz von Klima, Böden und Artenvielfalt hat und braucht seinen Preis." Die Wertschätzung für Lebensmittel und ihre Produktion müsse in der Gesellschaft größer werden, forderte Magaard. Er wies auf die reiche Ernte hin, die durch die Farben der Früchte deutlich werde. "Das alles geben uns die Felder und Gärten, aber auch Regenerativer Strom durch Windräder gehört für mich dazu", betonte der Bischof. In puncto Tierwohl und Naturschutz müsse es gelingen, Lösungen zu erarbeiten, die für die Landwirte umsetzbar seien. Magaard zeigte sich dankbar, dass es in Schleswig-Holstein gelungen sei, alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen, und nach drei Jahren konstruktiver Arbeit 24 verbindliche Thesen entstanden seien. "Ich wünsche mir, dass dieser Prozess weitergeht und zu guten Lösungen führt, auf Landes- wie auf Bundesebene." Von der Politik forderte er Lösungen für die Tierhaltung, sonst verliere die Jugend das Interesse an der Landwirtschaft.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 40/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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