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Eier von aufgestallten Legehennen können noch 16 Wochen als Feilandeier vermarktet werden. Foto: Imago

Die Geflügelpest breitet sich im Land weiter aus, als Konsequenz daraus soll eine landesweite Aufstallung sämtlichen Freilandgeflügels eine Weiterverbreitung auf Nutztierbestände verhindern. Das hat Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Dienstag in Kiel bekannt gegeben.

Mit den Veterinärbehörden der Kreise und kreisfreien Städte sei vereinbart worden, dass landesweit alle Kreise und kreisfreien Städte die Aufstallung sämtlichen Geflügels, unabhängig von Betriebsart oder -größe, verfügen. Die Verfügungen zur Aufstallung des Geflügels sollten im Laufe dieser Woche in Kraft treten.

"Wir haben bei der Geflügelpest eine sehr dynamische Lage im Land. Das Virus breitet sich zügig aus. Der Schwerpunkt befindet sich zwar weiterhin an der Nordseeküste, aktuelle Befunde zeigen jedoch, dass mittlerweile auch die Ostseeküste und das Binnenland betroffen sind", erklärte Albrecht.

Flächendeckende Aufstallungen könnten das Risiko einer Übertragung auf Haus- und Nutztierbestände deutlich einschränken. Laut Albrecht ist eine solche Stallpflicht für viele Geflügelhalter ein schwerwiegender Eingriff. Er stellte aber klar, das im Falle eines Ausbruchs bei Hausgeflügel der gesamte Bestand zu keulen sei.

Das Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund) hat am Mittwoch verbindliche und einheitliche Hygienemaßnahmen in Geflügelställen erlassen, die ab sofort gelten. Die "Allgemeinverfügung zur Festlegung von vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen" finden Sie hier.

 

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 46/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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