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Die Sitzordnung beim Landeshauptausschuss war ungewöhnlich, dafür die Diskussion umso engagierter. Foto: Mechthilde Becker-Weigel

Nach der langen Zeit der Kontaktverbote kam der Landeshauptausschuss des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH) erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Am Mittwoch konnten unter strikter Einhaltung der Abstandsregeln die aktuellen Themen aus der Agrarwirtschaft wieder mit physischer Präsenz diskutiert werden.

Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, zog eingangs seiner Grundsatzrede ein Resümee der vergangen Wochen. Dabei sprach er mit Verärgerung darüber, dass die zahlreichen Corona-Infektionen in der Belegschaft des Schlachtunternehmens Tönnies dazu genutzt worden seien, um das gesamte "Schweinesystem der Massentierhaltung" und der industriellen Schlachtung abzuurteilen. Er stellte die Frage nach der Ursache der massiven Vorverurteilung und medialen Aburteilung von Tönnies. Denn es sei bislang kein Rechtsverstoß, auch nicht bei Werkverträgen nachgewiesen worden.

Für Schwarz ist Tönnies ein Beispiel dafür, dass man auf Dauer keinen Erfolg haben könne, wenn das Geschäftsmodell nicht den gesellschaftlichen Vorstellungen entspräche und er fügte provokativ hinzu: "Ein Kastenstand wird auf Dauer nicht zu verteidigen sein, wenn er nicht von gesellschaftlichem Konsens getragen wird." Was Verbraucher und Gesellschaft nicht wollten, werde man kaum erhalten können, so die Einschätzung von Schwarz. Das sei das Ergebnis, dass man bei der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung gesehen habe. Aus seiner Sicht müsse versucht werden, die gesellschaftlichen Vorstellungen und Erwartungen und die Art und Weise, wie die Landwirtschaft produziert, soweit als möglich zur Deckung zu bringen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 30/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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