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Rund 200 Personen verfolgten den Livestream des virtuellen Kreisbauerntages aus dem Sitzungssaal des Bauernverbandes Schleswig-Holstein in Rendsburg. Foto: Tonio Keller

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) unterstrich beim gemeinsamen Bauerntag der Kreisbauernverbände Flensburg und Schleswig die Wichtigkeit des Dialogprozesses zur Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Konstruktiver Dialog sei viel erfolgversprechender als das Beharren auf Positionen, erklärte der Minister den rund 200 zugeschalteten Teilnehmern.

Dass als Ergebnis eines Dialogs eine Perspektive für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein stehen müsse, verdeutlichten die Junglandwirte Jakob Tramsen (Dollerup), Henning Suder (Gelting) und Agnes Greggersen (Hasselberg). In Videobotschaften berichteten sie, mit welchen Unsicherheiten sie bei der Entwicklung ihrer Betriebe zu kämpfen haben.

Tramsen will seine Schweinemast modernisieren. Er vermisst jedoch rechtliche Leitplanken, an denen er sich orientieren kann. "Wie soll der Maststall 2025 aussehen?", fragte er den Minister. Hindernisse im Baurecht und der TA Luft bildeten ein hohes Risiko bei Investitionen in die Gebäude.

Suder sieht gesetzlich verordnete Einschränkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau problematisch. Er wollte von Albrecht wissen, ob er einen finanziellen Ausgleich für die daraus resultierenden Ertragseinbußen erwarten könne.

"Wie wollen Sie gegen Hatespeech gegen Landwirte vorgehen?", fragte Agnes Greggersen. Die Milchbäuerin ist vor vier Jahren selbst Opfer von Hetze im Internet geworden und nannte als jüngstes Negativbeispiel die Kampagne gegen die Landwirtsfamilie Mangelsen aus Wees.

"Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion müssen honoriert werden", stellte Albrecht klar. Er befürworte eine schnelle Umsetzung der Vorschläge der Borchert-Kommission zum Umbau der Nutztierhaltung. Die Einführung einer Tierwohlabgabe in Deutschland würde einer EU-rechtlichen Prüfung in Brüssel standhalten, zeigte sich der Jurist optimisch.

Er wolle sich dafür einsetzen, genehmigungsrechtliche Hürden bei Stallbaumaßnahmen abzubauen, wenn diese das Tierwohl stärken und die Bestände dadurch nicht vergrößert würden.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 5/2021 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

Die Videoaufzeichnung des gemeinsamen Bauerntages der Kreisbauernverbände Flensburg und Schleswig finden Sie HIER.

 

 

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