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Am Fähranleger in Glückstadt traten Junglandwirte aus dem Kreis Steinburg in den Dialog mit Verbrauchern und verteilten regionale Lebensmittel an die wartenden Autofahrer. Foto: Julian Haase

Mit Verbrauchern über die Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen und über regional erzeugte Lebensmittel aufzuklären war das Ziel von etwa 15 Junglandwirten aus dem Kreis Steinburg am Freitag vergangener Woche in Glückstadt. An der Elbfähre verteilten sie heimische Lebensmittel und suchten den Dialog mit den wartenden Autofahrern. Parallel fand die Aktion auf der anderen Elbseite in Wischhafen durch niedersächsische Berufskollegen statt.

Der Pavillon auf der Verkehrsinsel am Fähranleger trotzte dem lebhaften Wind, die Malbücher und Infoblätter waren mit Kohlrabi, Blumenkohl und Kakaotüten gegen das Wegfliegen gesichert. "Die Spenden zusammenzubekommen war überhaupt kein Problem. Alle waren sofort von der Aktion begeistert", erklärte Ida Sieh vom Kreisbauernverband (KBV) Steinburg. Das gespendete Gemüse stamme von Betrieben aus einem Umkreis von nur 10 km, dazu gab es etwa Kakao von der DMK-Group, Kartoffeln, Mützen, Würstchen und Bauernblätter. Hoheitliche Unterstützung erfuhr die Aktion durch die Hohenlockstedter Pellkartoffelkönigin und -prinzessin.

Die meisten Autofahrer zeigten sich interessiert an der Aktion und kurbelten bereitwillig ihre Fenster herunter. Nicht alle aber waren von Kohlköpfen, Blumenkohl und Kohlrabi gleichermaßen begeistert. Manche hielten den Pavillon auch für einen Verkaufsstand und holten ihre Brieftasche hervor. Einige wenige lehnten das Angebot mit einem kurzen Kopfschütteln oder einer Handbewegung ab.

Initiator Henrik Ehlers verfolgte das Ziel, über die tägliche Arbeit der Landwirte und über Missverständnisse aufzuklären, auf die Autofahrer zuzugehen und Ansprechpartner für Fragen zu sein. "Wir können nicht nur mit dem Trecker demonstrieren, wir müssen in den Dialog treten", erklärte er.

Joachim Becker, Vorsitzender des KBV Steinburg, pflichtete bei: "Mit Schleppern in die Innenstädte zu fahren ist schön, um Aufmerksamkeit zu erregen, aber wir müssen die Gesellschaft mitnehmen." Die Entwicklung der Landwirtschaft funktioniere nur zusammen mit der Gesellschaft, gab sich Becker überzeugt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 31/2020 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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